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242. Quito (Samstag, 30. Mai 2009)

Meinen 31. Geburtstag werde ich wohl so schnell nicht vergessen. Es war sicher ein sehr spezieller jedoch auch der anstrengende Geburtstag, den ich je hatte. Speziell daran war wohl, dass wir von Auckland nach Quito die Tagesgrenze überflogen und ich somit meinen Geburtstag länger als 24 Stunden geniessen konnte. (Ich glaube es waren 39 Stunden insgesamt). Leider waren wir praktisch jede Stunde davon unterwegs. In Auckland verliessen wir die Jugendherberge um 10.00 Uhr.  Mit dem Shuttlebus ging es dann an den Flughafen. Dort mussten wir geschlagene 4 Stunden warten bevor wir überhaupt einchecken und abfliegen konnten. Der 11-Stündige Flug war zwar angenehm, aber eben: 11 Stunden lang fliegen! L. In Santiago del Chile mussten wir dann umsteigen und nochmals 3 Stunden warten. Der nächste Flug dauerte dann nochmals 6 Stunden inklusive einer Zwischenlandung in Guayaquil mit einer Wartezeit von einer Stunde.

Todmüde und hundskaputt fuhren wir dann vom Flughafen in Quito mit dem Taxi zu unserem Hotel „Dann Carlton“. Es hat uns fast aus den Socken gehauen als wir unser Hotelzimmer gesehen hatten. Der purste Luxus wartete auf uns. Ich wurde sogar noch von dem Zimmerservice mit einem Stück Geburtstagstorte überrascht. Der erste Eindruck von Südamerika war zwar sehr kurz jedoch bemerkten wir schon das hektische und chaotische treiben am und rund um den Flughafen.

Geschrieben von Peter

 

 

243. Quito (Sonntag, 31. Mai 2009)

Nicht die Zeitumstellung bereitete uns Mühe, nein die Höhenlage von Quito. Die Hauptstadt Ecuadors ist 2'850 m.ü.M. gelegen. So kamen wir bei einem kurzen Spaziergang nicht nur ins schwitzen ... uns blieb die Luft weg! Also auch hier gilt „Fiji-Time“ oder besser gesagt „Turtle-Time“!

Verzweifelt waren wir auf der Suche nach einem Stromadapter. Mehrere Stunden verbrachten wir im Einkaufszentrum und versuchten mit Händen und Füssen unser Anliegen zu schildern (kein Mensch sprach Englisch). Ein sehr hilfsbereiter Angestellter eines Outdoor/Traveler Shop gab uns eine Adresse und das dafür benötigte Wort in Spanisch!
Eigentlich wollten wir mit einem Taxi zu dieser Adresse fahren, doch der Taxifahrer verstand unser Anliegen nicht und so stiegen wir nach ca. 5 Minuten Konversation aus. Glücklicherweise fanden wir das besagte Geschäft rasch und siehe da ... ein Stromadapter war gefunden.

Den Nachmittag verbrachten wir im Hotelzimmer und genossen den Gratis-Internetzugang. Mehrere Stunden verbrachten wir mit unseren liebsten im Skype.

Geschrieben von Nicole

 

 

244. Quito (Montag, 1. Juni 2009)

Gestern vergasen wir leider noch Tabletten gegen die Seekrankheit zu kaufen. Aus diesem Grunde zogen wir heute los um uns noch mit diesem wichtigen Detail einzudecken. Diesmal liessen wir uns aber zuerst die richtigen Worte in Spanisch aufschreiben. So hatten wir dann in der Apotheke auch keine Probleme sofort das gewünschte zu bekommen. Wir kauften uns übrigens gleich zwei Packungen Tabletten gegen die Seekrankheit.

Am Nachmittag wurde dann nochmals so richtig „herumgeskypt“. Ich glaube teilweise waren wir mit 8 Leuten gleichzeitig verbunden. Die einen in Peru und die anderen in der Schweiz. Im Gegensatz zu Ozeanien haben wir hier in Südamerika eine „geeignetere“ Zeitverschiebung um Nachhause  zu telefonieren. So verging der Nachmittag sehr schnell und zwischendurch fanden wir noch Zeit um unsere Koffer zu packen. Das Nachtessen bestellten wir uns nochmals ins Zimmer. (Es ist ja so bequem! J )

Geschrieben von Peter

 

 

245. Galapagos / Isla Santa Cruz (Dienstag, 2. Juni 2009)

Oh, war dies ein hektischer Start in den neuen Tag! Dummerweise hatte ich gestern Abend den Wecker falsch eingestellt und so verwachten wir erst um 5.30 Uhr. Uns blieb noch eine ½ Stunde Zeit, um die Koffer fertig zu packen, auszuchecken und mit dem Taxi zum Flughafen zu fahren ... irgendwie bekamen wir alles unter einen Hut! So standen wir pünktlich um 6.00 Uhr am Flughafen und nahmen unsere Flugtickets und Voucher in Empfang. Juhuiiiii ....
Nach ca. 2 Stunden erreichten wir den kleinen Flughafen in Baltra (Galapagos). Zur Begrüssung gab es ein Desinfektionsbad für die Schuhe und Desinfektionstücher für die Hände! Danach erfolgten die Kontrolle der Reisepapiere und die Bezahlung des Parkeintritts von total $ 200.--.
Die Samba-Crew wartete bereits auf ihre Gäste und hiess uns alle herzlich willkommen.

Mit einem erfrischenden Begrüssungscocktail in der Hand, lauschten wir den Worten unseres Reiseführers. Wir erhielten diverse Infos über das Boot (unser neues zu Hause!), über die Verhaltensregeln an Land etc. Kaum war das Mittagessen aufgetischt, starteten die Motoren und die Samba stach in See. Leider wurden die Wellen höher und höher ... und bei mir machte sich nach dem ausgiebigen Mittagessen die Seekrankheit bemerkbar. Hätte ich doch nur vorher die Pillen eingenommenL. Doch nun war es zu spät und ich fand mich auf der Toilette wieder. Mit der Gewissheit, nicht das erste Opfer dieser heimtückischen Krankheit zu sein, kroch ich an die frische Luft und fixierte während 2 Stunden einen Punkt am Horizont (nicht sehr aufregend).

Nach einer 2-stündigen Fahrt erreichten wir die kleine Isla Plaza Sur. Der Landungssteg war von Seelöwen besetzt, die nicht sofort Platz machten! Ein Rundwanderweg begann in einem kleinen Opuntien-Wäldchen, in dem Landleguanen leben, und führte an Seelöwen-Kolonien vorbei. Auf der anderen Seite der Insel beobachteten wir die vielen Seevögel bei ihren Flugmanövern. Wow, wir waren sofort von der Tierwelt und vom spektakulären Farbwechsel im Landschaftsbild der Insel fasziniert.

Nach weiteren 2 Stunden Bootsfahrt erreichten wir den Hafen von Puerto Ayroa auf der Insel Santa Cruz. In dieser geschützten Bucht werden wir die Nacht verbringen. Vorsorglicherweise werde ich mir nochmals eine Ration Tabletten gönnenJ.

Geschrieben von Nicole

 

 

246. Galapagos / Isla Santa Cruz (Mittwoch, 3. Juni 2009)

Die Nacht verbrachten wir im Hafen von „Puerto Ayora“. Das ist sozusagen die Hauptstadt der Galapagosinseln. Hier war auch unser erstes Ziel an diesem Tag. Die „Charles Darwin Forschungsstation“. Wir sahen uns zuerst einen Film über die Galapagosinseln an und danach konnten wir bei der Aufzucht von Schildkröten und anderen Reptilien zusehen. Man könnte meinen, dass die Galapagosinseln eine unangetastete und sich selber überlassene Natur beherbergt. Doch leider sind mit der Besiedlung der Inseln auch ungebetene Gäste eingewandert. Zum Beispiel stellen die hier nicht einheimischen Ratten ein grosses Problem dar.  So werden die Schildkröten bis zum dritten Lebensjahr in Gehegen gezüchtet um sie dann in einem sicheren Alter zu entlassen. Hier besuchten wir auch die Riesenschildkröte „Lonesome George“ (Einsamer George). Dieses Riesenschildkröten-Männchen ist vermutlich schon über 100 Jahre alt und leider der letzte Bekannte seiner Art. Schon etliche Versuche mit Kreuzungen, künstlichen Befruchtungen und sonst noch allem erdenklichen sind leider Fehlgeschlagen. Es ist sogar eine Belohnung ausgesetzt worden, falls jemand vom Verbleib eines Artgenossen von „Lonesome Georg“ weiss.

Nach einem Bummel in der Stadt (und eineigen T-Shirts mehr) ging es dann zurück aufs Schiff für das Mittagessen. Am Nachmittag gingen wir nochmals aufs Land um das innere der Insel zu erkunden. Wir fanden Riesenschildkröten in freier Wildbahn. Sie waren wirklich unglaublich gross. Danach begaben wir uns noch in einen unterirdischen Lavatunnel. Vor einigen Tausend Jahren ist hier flüssige Lava hindurchgeflossen und formte so den über 20 Kilometer langen Tunnel.

Zurück auf dem Boot genossen wir bald das Nachtessen und ergänzten diesen zum Schluss mit einer Pille gegen die Seekrankheit. In der darauf folgenden Nacht navigierte unser Kapitän das Schiff zur nächsten Insel. Ich kann mir gut vorstellen, dass einige Passagiere keine so ruhige Nacht hatten J

Geschrieben von Peter

 

 

247. Galapagos / Isla Española (Donnerstag, 4. Juni 2009)

Der Schiffsmotor lief die ganze Nacht auf Hochtouren. Doch dank einer doppelten Ration Tabletten genossen wir eine „ruhige“ Nacht!

Nach einem feinen, stärkenden Frühstück bestiegen wir die Beiboote und fuhren in Richtung Gardner Bay. An dem herrlichen Badestrand wurden wir von unzähligen Seelöwen begrüsst. Gemütlich schlenderten wir den Strand entlang und gönnten uns ein erfrischendes Bad im Meer. Wir genossen die Nähe zu den putzigen Tierchen und der Abschied fiel uns schwer ... doch er war nur von kurzer Dauer. Am spätern Nachmittag stürzten wir uns in die Schnorchelausrüstung und bekamen so die Gelegenheit, mit den quicklebendigen Tierchen um die Wette zu schwimmen.

Am Nachmittag gingen wir an der Punta Suarez an Land. Der 2 km lange Rundwanderweg führte uns an Blaufuss- und Maskentölpel-Kolonien vorbei. Schliesslich stiessen wir noch auf die riesigen Galapagos-Albatros-Kolonien. Wir bewunderten die elegant wirkenden Vögel an Land (beim Brüten) und in der Luft! Ganz in der Nähe befand sich noch das „Blasloch“, eine eingebroche Basaltdecke mit Verbindung zum Meer, welches eine 20 m hohe Wasserfontäne produzierte und so für angenehme Erfrischung sorgte!

Geschrieben von Nicole

 

 

248. Galapagos / Isla Floreana (Freitag, 5. Juni 2009)

Um 6.30 Uhr wachten wir auf und genossen eine halbe Stunde Später unser Frühstück. Der erste Ausflug auf die Insel Floreana startete um 8.00 Uhr. Wir sahen in einer Lagune einige einsame und pinkfarbene Flamingos. Am darauf folgenden Strand gab es noch Stachelrochen zu bewundern. Einer schoss sogar in seinem Temporausch direkt über Nicoles Füsse. (Keine Angst er hat nicht gestochen). Doch eigentlich warteten alle auf die folgende Schnorcheltour. Ja, und auch diesmal war es fantastisch. Wir sahen viele Seehunde und riesige Wasserschildkröten. (Natürlich auch dutzende andere Arten von farbigen Fischen). Unter den zahlreichen Meeresbewohnern sahen wir sogar einen kleinen Galapagoshai.

Nach einem feinen Mittagessen auf dem Schiff navigierten wir zur zweiten Anlaufstelle dieser Insel. In der „Post Office Bay“ fanden wir die Überreste einer alten Poststelle. Das eigentlich Interessante daran war ein Fass voller Postkarten. Unser Guide drückte jedem von uns eine Hand voll Postkarten in die Hand. Das Ziel war nun Postkarten zu finden, bei welchen sich die Adresse in der Nähe unseres Wohnortes befindet. So fanden wir eine Postkarte mit dem Ziel irgendwo in der Schweiz. Diese nehmen wir nun mit und bringen Sie persönlich vorbei wenn wir wieder Zuhause sind. Das Prinzip ist denkbar einfach, doch kann man nicht erwarten, dass die Postkarten in nützlicher Frist ihr Ziel erreicht. J So hinterliessen logischerweise auch Leute aus unserer Gruppe einige Postkarten für Ihre Verwandten. (Wir schicken unsere lieber per Post.). Nach einer zum Teil unheimlichen Erzählung über die Geschichte der Besiedlung der Galapagos Inseln gab es dann nochmals eine Schnorchelrunde.

Diesmal sahen wir dutzende von Wasserschildkröten. Ich sah sogar einen kleinen Pinguin. Doch faszinierend waren diesmal wieder die Seehunde und Schildkröten. Sie schwammen neben oder auch unter uns durch und waren ganz neugierig. Mit einem gewissen Abstand verfolgten wir das Geschehen und waren wie verzaubert in einer anderen Welt.

Am Nachmittag sahen wir, auf der Fahrt zur nächsten Insel, noch Delfine, und Wale.

Geschrieben von Peter

 

249. Galapagos / Isla Isabela (Samstag, 6. Juni 2009)

Die mehrstündige Schifffahrt hatten wir ohne weitere Komplikationen hinter uns gebracht. Glücklicherweise hat sich unser Magen an das ewige Schaukeln gewöhntJ!

Mit unseren Beibooten fuhren wir in Richtung Punta Morena. Nach einer erfolgreichen Trockenlandung liefen wir über ein junges Lavafeld zu verschiedenen Brackwassertümpeln, in denen sich Teichhühner, Bahama-Enten und Flamingos tummelten. Auf Anraten unseres Guides verhielten wir und ganz ruhig und schlichen auf Zehenspitzen auf die scheuen Flamingos zu. Nach einer längeren Pause wanderten zum nächsten Tümpel. Hier sichteten wir Wasserschildkröten und Weissspitzriffhaie.
Nach diesem gemütlichen Marsch sprangen wir ins kühle Nass. Unter Wasser sichteten wir nochmals mehrere Wasserschildkröten und diverse Meeresbewohner.

Am späteren Nachmittag erkundeten wir einen Mangrovenwald. Dabei paddelten wir mit unseren Schlauchbooten ins Dickicht. Die Entdeckungstour war sehr spannend und wir entdeckten mehrere Goldene Rochen, Seelöwen auf Mangrovenbäumen, Wasserschildkröten etc. Bei Sonnenuntergang erreichten wir wieder unsere Samba.

Geschrieben von Nicole

 

 

250. Galapagos / Isla Isabela & Isla Fernandina (Sonntag, 7. Juni 2009)

Der heutige Landspaziergang fand an der „Urvina Bay“ auf der Insel Isabela statt. Dort führte der Weg über einen Sandstrand zu einem mit Büschen bewachsenen Lava Feld. Die eigentliche Hauptattraktion waren hier die endemischen Landleguane. Ich denke es waren die grössten die wir bisher gesehen hatten. Dazwischen gab es noch einige Insekten, Pflanzen und Lava Formationen zu bewundern. Interessant war auch die Tatsache, dass ein Teil der Insel vor einigen Jahren durch Plattentektonik um einige Meter nach oben bewegt wurde. Es gab viele Anzeichen (Muscheln und Reste von Korallen) das hier einmal alles unter Wasser gestanden hat. Auf dem Rückweg zum Strand erlebten wir den Höhepunkt dieses Tages. Einige Galapagos-Bussarde sassen am Sandstrand und sonnten sich anscheinend. Man konnte sich Ihnen bis auf wenige Meter annähern und wir konnten fantastische Fotos von ihnen machen. Wau, noch nie war ich einem freien und wilden Greifvogel so nahe!

Das Schnorcheln an der gleichen Stelle war absolut schlecht. Das Meer war etwas Rau und so war die Sicht bis auf etwa einen Meter begrenzt. So erfreuten wir uns zumindest an einem kühlen Bad im Ozean.

Am Nachmittag gab es nochmals einen Landspaziergang am „Punta Espinoza“. Hier fanden wir eine „Marine Iguana Party“ vor. Ich glaube da waren über hundert dieser Genossen, welche sich allesamt auf engstem Raum an der Sonne aufwärmten. Natürlich wurde fleissig fotografiert. Später fanden wir noch Seelöwen, Krabben, flugunfähige Kormorane und ein riesiges Skelett eines Zwergwales.

Nach diesem Ausflug startete der Kapitän zum nächsten Spot. Die Fahrt sollte die ganze Nacht andauern. Unterwegs gab es jedoch noch einen Höhepunkt. Wir überquerten den Äquator. Pünktlich zu diesem Ereignis bestellte uns der Kapitän auf die Brücke und stoppte das Schiff exakt bei 0 Grad 0 Minuten und 0 Sekunden. Wir begossen diesen Moment mit einem Cocktail, diversen Fotos und mit Gesang. Jeder musste ein Lied aus seinem Heimatland vortragen. Wir entschieden uns für „Dött ähna am Bergli....“. Irgendwann in der Nacht überquerten wir den Äquator in der anderen Richtung, diesmal jedoch ohne Party L

Geschrieben von Peter

 

 

251. Galapagos / Isla Santiago (Montag, 8. Juni 2009)

Mit der Schnorchelausrüstung in der Hand und der Fotokamera in der anderen, landeten wir auf Santiago Island. Doch vor der Erkundung unter Wasser, marschierten wir auf einem kurzen Rundweg über die Insel. Auf den Klippen sonnten sich einige Pelzrobben und Krabben. Wir genossen den herrlichen Spaziergang ... und freuten uns schon auf die Erkundungstour Unterwasser!

Am Nachmittag wurde den Wagemutigen die Gelegenheit geboten, vom Schiff zu springen (natürlich in Badehose!). Auch Peter stürzte sich voller Freude ins kühle Nass bis ... ein Galapagos Hai seine Runden zog. Sofort wurde das Vergnügen eingestellt! Dieses Erlebnis hielt uns jedoch nicht vom anschliessenden Schnorchel-Trip ab. Bereits nach wenigen Minuten begegneten wir einem Weissspitzriffhai und zwei Pinguinen. Wow, welch ein Bild! Danach spielten wir noch ausgiebig mit einem Seelöwen und genossen die letzten Stunden unter Wasser!
Am spätern Nachmittag lag eine kurze Wanderung auf dem Tagesprogramm. Über einen 600 m langen Weg erreichten wir den Aussichtspunkt auf einer Höhe von 114 m. Hier offenbarte uns eine wunderschöne Aussicht auf die grosse Felsnadel Pinnacle Rock, auf weisse Strände mit leuchtend grüner Vegetation und auf das türkisblaue Meer der Sullivan Bay.

Geschrieben von Nicole

 

 

252. Galapagos / Isla Bartolome (Dienstag, 9. Juni 2009)

Leider ist heute der letzte Tag auf unserer Kreuzfahrt. Damit wir uns noch schweren Herzens von der Natur hier verabschieden konnten, gab es ganz früh am Morgen nochmals eine kleine Exkursion. Um 6.00 Uhr am Morgen fuhren wir mit den Beibooten in ein Mangrovengebiet an der „Black Turtle Cove“. Dabei sahen wir zum letzten Male die Blaufusstölpel, Pelikane und Seelöwen. Als kleines Highlight sahen wir noch einen grossen Rochen sowie einige Weissspitzen Riffhaie. Schon bald darauf ging es dann zurück aufs Schiff, wo uns das Frühstück erwartete. Währenddessen navigierte der Kapitän zur Insel Baltra, wo alles angefangen hat. Mit den Beibooten wurden wir mit unserem Gepäck an Land gebracht und bald darauf sassen wir im Flugzeug in Richtung Quito.

Es war schwer abschied von diesem Paradies zu nehmen. Bis jetzt war die Vorfreude über die nächste Destination stets grösser als der Abschiedsschmerz. Doch heute war ich wirklich enttäuscht, dass wir dieses einzigartige Abenteuer beenden mussten. Für mich war es der absolute Höhepunkt der bisherigen Reise. Vielleicht sogar das beste was ich in Sachen Abenteuer in meinem ganzen Leben erlebt habe.

Die Tierwelt hier ist wirklich einzigartig und schützenswert. Wir haben schon viel gehört, dass die Galapagos Inseln von Touristen überlaufen seien und man besser nicht mehr hierher kommen soll. Der Tourismus soll angeblich alles kaputt machen und der Untergang der Flora und Fauna sei schon in vollem Gange. Doch ich muss allen Skeptikern widersprechen. Soweit ich das hier erlebt habe ist es genau umgekehrt. Die Gebiete, welche von Touristen besucht werden dürfen, stellen nur einen winzig kleinen Teil der Inseln dar. Per Gesetzt ist die jährliche Anzahl der Touristen auf 150'000 limitiert. Es verkehren gerade mal 200 Schiffe um die Inseln.

Einige Inseln sind zwar von fremden Tierarten „infiziert“ worden, jedoch nicht durch den Tourismus. Gerade der Tourismus ist eine der wichtigsten Einnahmequellen um diese unnatürlichen „Invasoren“ zu bekämpfen. Zum Beispiel stellen eingeschleppte Ratten ein riesengrosses Problem für Schildkröten dar. Die Fressen die Jungen oder die Eier und ohne die Aufzucht gäbe es auf einigen Inseln gar keine Schildkröten mehr. Ich glaube die Galapagosinseln sind ein perfektes Beispiel wie Tourismus und Naturschutz hand in hand funktionieren können. Ich kann dieses Abenteuer nur jedem wärmstens weiter empfehlen. Es war wirklich einzigartig und ich bin überzeugt, dass es ohne den Tourismus nicht funktionieren würde.

Geschrieben von Peter

 

 

253. Quito (Mittwoch, 10. Juni 2009)

Auf etwas wackeligen Beinen bewegten wir uns durchs Hotelzimmer. Der „Seegang“ steckte noch in unseren Knochen oder hatte uns die Höhenluft Quitos die Hirnzellen vernebelt?

Nach einem ausgiebigen Frühstück begaben wir uns wieder ins nahegelegene Einkaufszentrum. Wir wollten uns für den Weiterflug nach Hawaii rüsten und besorgten uns daher zwei weitere Koffer. Der Einkauf war schnell erledigt und wir fuhren wieder in Richtung Hotel. Auf dem Rückweg entdeckten wir vor Olympia-Stadion eine riesige in gelb eingekleidete Menschenmenge. Der Taxifahrer verwies uns auf das ausstehende Fussballspiel Argentinien – Ecuador.

Am Nachmittag packten wir rasch unsere Koffer, erledigten die ausstehenden Tagesberichte und bearbeiteten die Galapagos-Fotos. Kurz vor dem Abendessen ertönten mehrere Schreie auf der Strasse und im Hotelgang. Wir wussten sofort, Ecuador hat gewonnen!

Geschrieben von Nicole

 
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