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228. Nadi (Samstag, 16. Mai 2009)
Die Nacht verlief erstaunlich ruhig für das was wir alles vor hatten. Wir standen um etwa 8.00 Uhr auf und packten unsere sieben Sachen in den Camper. Die Fahrt vom Campingplatz zum Camper-Vermieter forderte nochmals die höchste Konzentration von mir. Dann war ich sehr erleichtert als wir heil und ohne Unfall den Camper auf den Parkplatz des Vermieters stellten. Nach über 20'000 Kilometern und mehr als 7 ½ Monaten mit einem Camper hatten wir es endlich geschafft. Unfallfrei beendeten wir unsere Abenteuer im Linksverkehr von Ozeanien. Das nächste Mal wenn wir uns hinter ein Steuer setzten wird es wohl wieder mit dem für uns normalem „Rechtsverkehr“ sein. Zugegeben haben wir uns völlig an den Linksverkehr gewöhnt und es wird wohl ein Problem werden dies wieder umzustellen.
Die Abgabe des Campers ging sehr rasch über die Bühne und schon bald befanden wir uns am Flughafen. Während des „Check-In“ bemerkte ich, dass ich meine Brille noch im Camper vergessen habe. Sascha, unser Vermieter brachte Sie mir dann freundlicherweise an den Flughafen nachdem ich ihn angerufen hatte. Nun blieb uns nur noch zu warten bis unser Flieger nach Fidschi startete. Der Flug selber verlief ohne Probleme. Wir waren sehr erstaunt über das Unterhaltungssystem von „Air New Zealand“. (Nach einigen folgen Simpsons sah ich mir noch den Film „Walküre“ von Tom Cruise an.)
Als wir dann in Fidschi das Flugzeug verliessen kam der Wärmeschock! Nach zirka 15 Grad in Auckland entgegnete uns ein feuchtes und 30 Grad warmes Klima. Genau das was wir gesucht haben! Das erste Bild in Fidschi wurde dann förmlich von der Feuchtigkeit verschluckt. Die Kamera aus unserer Tasche lief sofort an und es gab ein eher verschwommenes Bild.
Bald waren wir in unserem Hotel und waren froh nach einem schmackhaften Nachtessen uns endlich auszuruhen. Morgen geht es dann weiter auf unsere Insel „Treasure Island“.
Geschrieben von Peter
229. Treasure Island (Sonntag, 17. Mai 2009)
Pünktlich um 8.00 Uhr warteten wir auf unseren Abholdienst in Richtung Marina. Wir waren schon auf die Organisation mit Autofahrt/Schifffahrt gespannt. Wie chaotisch wird es wohl werden? Doch allen Befürchtungen zum trotz, unser Fahrer erschien überpünktlich! Nach wenigen Autominuten erreichten wir die Marina von Fidschi. Von hier sollte unser Schiff um 9.00 Uhr in Richtung Treasure Island ablegen. In einem kleinen, luftigen Office empfingen uns mehrere Damen und Herren der Schifffahrtsgesellschaft. Schnell wurden wir unserer Koffer entledigt (mit dem Hintergedanken „bye bye Koffer, auf nimmer wiedersehen!“) und mit einem Hin- und Rückticket verabschiedet. Wow, dies ging wirklich sehr schnell! Nur, welches Boot müssen wir nehmen? Die eine Dame wies uns zum gelben Katamaran, die andere zu einem weissen Boot. Schlussendlich landeten wir auf dem grossen, gelben Katamaran und fragten uns: „Sind wir auf dem richtigen Boot und wo sind unsere Koffer?“ Schnell kamen wir mit einer Australierin ins Gespräch. Sie versicherte uns, dass wir uns auf dem richtigen Boot befänden J!
Der grosse Katamaran steuerte zwischen mehreren Inseln umher, hielt kurz an und liess Passagiere zu- oder aussteigen. Nach ca. 45 Minuten Seightseeing wurden die Passagiere von Treasure-Island aufgerufen. Ein kleiner Kutter wartete bereits und brachte uns zur Insel. Am Strand empfing uns ein kleines Chörli. Mit Südsee-Musik wurden wir in unsere Ferien eingelullt.
Das Begrüssungs-Komitee geleitete uns in die Bar. Dort warteten feine Cocktails auf uns ... Weiter ging’s in Richtung Zimmer (Bure). Unsere Bure (Nr. 32) befand sich am anderen Ende der Insel (Inselumrundung 12 Min.) und war von Palmen und Hängematten umgeben. Das türkisfarben schimmernde Meer war sogar von unserem Bett aus zu erkennen! Wow, wir sind im Paradies angekommen!
Schnell hatten wir unsere Sachen rausgekramt und in den Schränken verstaut. Danach erkundeten wir unser neues zu Hause. Wir spähten ins Spa-Centre, ins Gym, umrundeten die Insel, guckten nach Wasserschildkröten (ein Aufzucht-Programm des Hotels!) ....
Kurz nach 12.00 Uhr stürzten wir uns aufs Mittagsbuffet. Peter war vom gebratenen Fisch hell begeistert. Ach noch zu erwähnen: Bier, Wein, Wasser und Softdrinks sind gratis!!! Wie wird wohl das Abendessen ausfallen!
Geschrieben von Nicole
230. Treasure Island (Montag, 18. Mai 2009)
Ich weiss nicht um welche Zeit oder ob wir überhaupt aufgewacht sind. Ist das die Realität oder alles nur ein Traum? Egal, wir verbringen zurzeit die schönsten Tage unserer Reise. Wir fühlen uns hier wie im Paradies. Wir waren doch schon an manchen Orten auf dieser Welt, doch diese kleine Insel hier schlägt alles andere um weiten!
Heute versuchten wir uns im Schnorcheln. Die ganze Ausrüstung dazu wird uns hier gratis zur Verfügung gestellt. So tauchten wir von einer Traumwelt in die andere hinab. Es war einfach atemberaubend. Die Artenvielfalt an Meeresbewohnern übertraf sogar jene vom „Great Barrier Reef“ in Australien. Und dazu mussten wir lediglich vom Strand 10 Meter ins Meer schwimmen. Es gab auch Fische die ich noch nie zuvor in meinem Leben gesehen habe.
Nach dem Mittagessen versuchten wir noch mit Fabio in Kanada Kontakt aufzunehmen. Weil das Wirelessinternet noch immer nicht funktionierte, konnten wir wieder den Computer der Rezeption benutzen. Den Rest des Tages verbrachten wir mit lesen, liegen und faulenzen.
Geschrieben von Peter
231. Treasure Island (Dienstag, 19. Mai 2009)
Total gerädert watschelten wir in Fiji-Time (Zeitlupe) in Richtung Restaurant. Es war bereits 9.30 Uhr und wir hofften inständig, noch einige Frühstucksresten ergattern zu können. Doch wir waren nicht die einzigen Spätaufsteher! Hier ticken die Uhren viel, viel langsamer J.
Ein Blick auf das Tagesprogramm offenbarte: Fischfütterung in 20 Minuten! Genau dies war der optimale einstieg in den heutigen Tag.
Mit einem kleinen Bootli fuhren wir wenigen Meter hinaus ins offene Meer, immer dem Riff entlang. Die Motoren wurden gestoppt und jeder begann fleissig die vielen bunten, kleinen und grossen Fische mit Brot zu füttern. Innert weniger Minuten war wir von einem riesigen Fischschwarm umgeben! Wow!
Der Fischfütterungs-Tripp brachte uns auf eine Idee: Schnorcheln und Fische füttern! So standen wir wenige Minuten nach unserem Ausflug in Schnorchel-Montur am Strand. Peter stopfte sich das Brot in die Taschen seiner Bade-Shorts und los ging’s ... innert Kürze waren wir von Fischen „umzingelt“. Ehrlich gesagt, fühlten wir uns nicht sehr wohl J!
Den Nachmittag verbrachten wir mit lesen ... am Strand, in der Hängematte, am Pool.
Geschrieben von Nicole
232. Treasure Island (Mittwoch, 20. Mai 2009)
Heute weckte uns der Wecker um 6.30 Uhr in der Früh. Es stand Angeln auf dem Tagesprogramm. Wir hatten uns gestern für den gratis Angeltrip angemeldet und waren ganz gespannt was uns so erwartet. Mit ein paar anderen Gästen brachte uns ein Boot ausserhalb der 300 Meter Schutzzone um die Insel. Dort angekommen bekam jeder eine Spindel an welcher etwas Schnur mit Gewicht und Hacken befestigt war. So versuchte jeder einen Fisch zu fangen. (Nicht ganz, Nicole war zwar mitgekommen aber als Vegetarier gehört es sich nicht zu Angeln!J). Ich erwischte einen feuerroten Fisch, welcher allerdings viel zu klein war. Insgesamt wurden etwa fünf Fische an Land gezogen, allerdings alle zu klein zum Essen. Es machte trotzdem Spass.
Später versuchten wir im Kanu die Insel zu umrunden. Dies war gar nicht so einfach, zumal die Strömung und der Wind nicht zu unterschätzen waren. Wir haben’s trotzdem noch geschafft und kamen einmal rings herum. Das Schnorcheln war nicht so der Hit. Durch die vielen Wellen und den Wind war das Wasser sehr trübe.
Am Abend nach dem Nachtessen stand noch das grosse internationale Krabbenrennen auf dem Tagesprogramm. Man konnte sich seinen Favoritenkrebs samt Behausung ersteigern und wenn der Kandidat dann das Rennen gewinnen sollte, gewinnt man selber viel Geld! J Es war sehr lustig mit anzusehen.
Geschrieben von Peter
233. Treasure Island (Donnerstag, 21. Mai 2009)
Peter hat’s voll erwischt! Nach den herbstlichen Temperaturen in Neuseeland wurden wir hier von der Hitze/Feuchtigkeit überrollt. Dies schlug Peter aufs Immunsystem und nun hat er sich eine Grippe (Pfnüsel, leichte Temperatur, etwas Husten) eingeholt L.
Der heutige Tag verbrachten wir mit sünnala, bädala, lesen und schlafen ... ganz nach dem Motto: realax!
Geschrieben von Nicole
PS: Heute gab es ein super Spa-Angebot: 3 Tage Wellness (Body-Scrub, Body-Massage, Face-Cleaning) für nur F$ 200.--. Natürlich habe ich mich gleich angemeldet!
234. Treasure Island (Freitag, 22. Mai 2009)
Zum Glück ging es mir heute schon viel besser. Ich hatte zwar noch den „Pfnüssel“ aber das Gefühl „krank zu sein“ war weg. So versuchte ich am morgen mit Baden im salzigen Meerwasser meine Nase etwas zu durchfluten was mir auch gelungen ist. Nach dem Mittagessen entschieden wir uns nochmals für eine Schnorcheltour. Das Meer zeigte sich bis jetzt täglich anders. So hatte es heute zwar kein Seegras dafür schwammen überall so ein komisches weisses Kraut herum. Anscheinend wurden die vielen Fische von dem Zeugs angelockt. Man konnte es aber auch in die Hände nehmen und schon versammelten sich hunderte von Fischen um einen herum. (Dabei waren sie jedoch nicht so gierig wie mit dem Brot).
Da ich in den letzten Tagen das Fotografieren etwas vernachlässigt habe, nahm ich den Fotoapparat und machte dutzende Bilder von der Insel. Zwischendurch waren wir immer wieder mit Lesen, Essen und Schlafen beschäftigt.
Ich war froh, dass ich die Erkältung hinter mir habe und doch noch einige Tage hier geniessen kann. Aber was ist mit Nicole? Habe ich sie soeben die Nase schnäuzen hören?
Geschrieben von Peter
235. Treasure Island (Samstag, 23. Mai 2009)
Glücklicherweise ist Peter wieder wohlauf! So konnten wir den heutigen Tag mit etlichen Aktivitäten voll ausnutzen!
Nach einem weiteren, wunderschönen und lustigen Fischfütterungs-Ausflug bezogen wir wieder unsere Liegestühle am Strand vor unserer Bure. Ein wahrlich hübsches Plätzli, denn hier – am anderen Ende der Insel – befinden sich keine weiteren Gäste. Etliche Liegestühle, ein langer Sandstrand und das Meer für uns ganz alleine. Welch ein Luxus!
Leider zogen nachmittags wieder Wolken auf. Doch der Wind hatte sich gelegt und das Meer war nun spiegelglatt. So schnappten wir uns zwei Kajaks und umrundeten die Insel – ohne Strömung war dies innert weniger Minuten möglich J. Vom Kajaking wechselten wir zum Schnorcheln. Dank der guten Sich offenbarte sich uns heute eine atemberaubende, noch nie gesehene (auch nicht im Outer Barrier Reef in Australien) Wunderwelt!!! Treasure Island is paradis!
Geschrieben von Nicole
236. Treasure Island (Sonntag, 24. Mai 2009)
Obwohl Nicole mit Krank sein an der Reihe war, gingen wir eine Partie Minigolf spielen. Es gab eine lustige Anlage auf der Insel, welche wir uns nicht entgehen lassen wollten. Einen Sieger gab es jedoch nicht. Das heutige Schnorcheln fiel aus gesundheitlichen sowie wettertechnischen Gründen förmlich ins Wasser. Nach der Partie Minigolf fing es heftig an zu regnen und Nicole fühlte sich nicht mehr so wohl. So verbrachten wir den grössten Teil des Tages in unserem Hüttchen mit schlafen und lesen.
Auch heute machten wir wieder viele Fotos von der Abendshow, Angestellten und den reichlichen Cocktails (die sich die kranke Nicole auch nicht entgehen lassen wollte!). Mit einer Angestellten waren wir danach sehr in ein Gespräch vertieft. So erfuhren wir vieles über, die früher auch kannibalische, Kultur der Fidschianer. Mit Schrecken stellten wir auch fest, dass die Leute hier gerade mal 3.80 Fidschi-Dollar pro Stunde verdienen. Umgerechnet vielleicht etwas mehr als 2.-- Schweizer Franken! Natürlich war die gute Frau dann überglücklich als wir ihr danach 20.-- Dollar Trinkgeld gegeben haben. Tja, nichts desto trotz wurde uns vorgeführt, dass wir hier auf dieser Insel nicht wirklich in Fidschi sind. Im richtigen Fidschi irgendwo im Hinterland steht wohl eher „Dritte Welt“ an der Tagesordnung. Um unser Gewissen zu erleichtern steckten wir noch einigen anderen, uns sympathischen Angestellten ein „Nötli“ zu. Ob wir nun damit das Lächeln auf ihren Gesichtern nur gekauft haben oder nicht war uns eigentlich egal. Gefreut haben Sie sich sicherlich darüber.....
Geschrieben von Peter
237. Nadi (Montag, 25. Mai 2009)
Schwermütig standen wir mit gepackten Koffern am Strand. Das Abschieds-Chörli heiterte unsere Stimmung nicht wesentlich auf. Heute verlassen wir das Paradies „Treasure Island“ und dieser Abschied fällt uns sehr schwer! Doch eines ist sicher: Treasure Island wir kommen wieder!
Mit Schnellboot und Büssli gelangten wir wieder in das uns bekannte Hotel in Nadi. Mit etlichen Fidschi-Medikamenten (Packungsbeilage nicht vorhanden J) intus schlug es mich sogleich ins Bett. So verbrachten wir unseren letzten Tag in Fidschi mit auskurieren, lesen, fernsehen ... und in Depressionen verfallen.
Geschrieben von Nicole
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