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72. Coober Pedy (Donnerstag, 11. Dezember 2008)
Nach einer durchregneten Nacht brachen wir in Richtung Südküste auf. Den Uluru sahen wir von Unterwegs nur noch durch eine dicke Regenwolke, hoffentlich nicht das letzte Mal. Die 1500 Kilometer bis zur südlichen Küste Australiens schaffen wir nicht an einem Tag. So war unser Tagesziel „Coober Pedy“ welches etwa 750 Kilometer vor uns lag. Unterwegs erlebten wir etwas wirklich sehr seltenes: Es regnete praktisch die ganze Strecke. Wir durchquerten Stellen an welchen die Autobahn 20 Zentimeter im Wasser versank. Das Land links und rechts des Highways erinnerte uns eher an einen Mangrovenwald als an eine Wüste. Ja, eigentlich sollte es hier trocken staubig und heiss sein. Rekordtemperaturen von 53 Grad Celsius wurden uns schon etliche Male angedroht: „Ihr seit verrückt mitten im Sommer diese Strecke zu fahren“. Doch wir brauchten bei 24 Grad Celsius nicht einmal die Klimaanlage laufen zu lassen. Den Adrenalinschub erlebten wir dann trotzdem noch: Ein nicht kleiner Vogel prallte 30 Zentimeter vor mir direkt in die Windschutzscheibe. Bei 120 Kilometern pro Stunde knallt das ganz schön heftig. Wenn man dann noch den Vogel auf einen zufliegen sieht, dann würde jeder andere ruckartig zusammen zucken. Wir wissen nun dass eine Frontscheibe sehr viel aushalten muss, zumal es nur einen ganz kleinen Hick in der Scheibe gab.
Wir errechten trotzdem heil und ganz Coober Pedy und waren wieder einmal nicht die einzigen Schweizer hier auf dem Platz. Beide Paare kannten wir von anderen Campingplätzen. Jetzt waren drei Peter aus der Schweiz unter den zirka 20 Campingplatzbesuchern. J
Geschrieben von Peter
73. Port Augusta (Freitag, 12. Dezember 2008)
Cooper Pedy, die Opal-Hauptsadt Australiens(oder der ganzen Welt!). Ungefähr die Hälfte der Stadtbevölkerung, die aus mehr als 40 unterschiedlichen Nationalitäten besteht, lebt in unterirdischen Behausungen, den „Dugouts“, um sich vor den extremen klimatischen Bedingungen zu schützen. Im Sommer können die Temperaturen tagsüber auf über 50 Grad ansteigen, die Nächte im Winter sind bitterkalt (Minus Temperaturen). Ausser den Dugouts gibt es in dieser Gegend mehr als 250'000 Minenschächte.
Zu unserem grossen Erstaunen hatte es die ganze Nacht geregnet. Die Temperaturen fielen merklich unter 20 Grad. Am späteren Vormittag löste sich die Wolkendecke und einzelne Sonnenstrahlen begannen den durchnässten sandigen Boden zu trocknen. Die Temperatur war sehr angenehm bei ca. 25 Grad. Gemäss Cooper Pedy’er seien dieser anhaltende Sommerregen und die tiefen Sommertemperaturen nicht normal. Wir freuten uns ab dieser Abnormalität, andererseits hätten wir unseren Aufenthalt in Cooper Pedy niemals so geniessen können.
Am Vormittag besuchten wir die Old Timers Mine. Dort stecken noch immer Opale bester Qualität in den Felswänden. Die Mine von 1916 wurde wiederentdeckt, als eine unterirdische Behausung erweitert wurde und man auf ein Labyrinth aus niedrigen Gängen stiess. Wir zogen Bauhelme an und erkundeten die Mine und das Dugout. Für uns ein sehr bedrückendes Gefühl, wie ein Maulwurf zu leben J.
Das Desert Cave Hotel bezeichnet sich selbst als einziges internationales unterirdisches Hotel der Welt (es gibt auch oberirdische Zimmer). Eine unterirdische Ausstellung widmet sich der Geschichte Cooper Pedy’s. Anhand alter Fotos konnten wir uns ein Bild vom harten Leben in der Wüste Australiens machen.
Ein Besuch einer unterirdischen Kirche durfte natürlich auch nicht fehlen. Klein aber fein!
Nachher hiess es wieder „Kilometerrasseln“. Kurz nach 18.00 Uhr erreichten wir die kleine Stadt Port Augusta. Wie auch für andere Touristen ist Port Augusta für uns ein Durchgangszentrum. Morgen wollen wir weiter!!!
Geschrieben von Nicole
74. Wilpena Pound (Samstag, 13. Dezember 2008)
Da aus unserem Kühlschrank schon ein Echo zurückkam wenn man etwas hineinrief, war es wieder einmal an der Zeit ihn aufzufüllen. Gesagt getan, diesmal sogar mit Einkaufszettel, ganz nach Männerart. So waren wir auch relativ zügig aus dem Supermarkt und wir hatten Zeit für das Internet. Anscheinend gibt es hier in der Bibliothek einen Internetanschluss für den eigenen Laptop. Ach wie waren wir begeistert als der nette Herr am Schalter uns erklärte, dass es sogar gratis ist. In ganz Südaustralien können wir nun in jeder Bibliothek Internet konsumieren und es kostet nichts. Als wir dann allerdings nach einer Stunde „Tropfenzähler-Internet“ unser Netzteil einstecken wollten, war der nette Herr nicht mehr so nett. Es gab genau 2 Steckdosen die gegangen wären, diese waren allerdings hoffnungslos überlastet. (Besetzt). Da nützt es nicht wirklich viel wenn das Internet gratis ist, man aber keinen Strom bekommt! J
Bis zu diesem Zeitpunkt wussten wir noch nicht wirklich wohin es danach gehen sollte. So entschieden wir uns spontan und gegen alle unseren Vorhaben für die „Flinders Ranges“. Eine Berg-Region oberhalb Adelaides welche eine der spektakulärsten Gegenden in Südaustralien darstellt. Eigentlich hatte es da gerade noch geregnet wie schon Jahre nicht mehr und es war ja schon hier an der Küste relativ kühl geworden. So fuhren wir mit einem mulmigen Gefühl die 150 Kilometer in die Berge. Es war dann allerdings halb so schlimm wie befürchtet. Die „Floodways“ waren meist trocken oder nur spärlich mit Wasser überflutet. Kein Problem also für unser Zweirad betriebenes super Antigelände Wohnmobil. So fanden wir ein schönes einsames Plätzchen mitten in den Bergen. Zu meinem erstaunen gab es sogar einen super Breitband Internetanschluss hier mitten im nirgendwo!?! Erstaunt waren wir auch als wir erfuhren, dass wir die einzigen auf dem ganzen Campground sein sollen. So starteten wir in ein gemeinsames einsames kaltes Wochenende. Ach ja, wieder einmal machten wir Bekanntschaft mit der Familie Känguru. Allerdings waren die Damen oder auch Herren sehr schüchtern. Sobald sie uns entdeckten suchten sie fluchtartig das Weite.
Geschrieben von Peter
75. Wilpena Pound (Sonntag, 14. Dezember 2008)
Ja, sonntags ist Ausschlafen erlaubt! So standen wir erst kurz vor Mittag auf und genossen einen feinen Brunch mit toller Aussicht auf die Flinders Ranges. Danach widmete ich mich dem Haushalt und der Wäsche. Peter zog es vor, unsere Fotos zu bearbeiten und zu sichern ;-). Den Nachmittag verbrachten wir mit der Planung unserer Weiterreise und beschäftigten uns mit der Frage: Wo feiern wir Weihnachten und Neujahr? Trotz stundenlangem Studium und intensiven Gesprächen liegt immer noch keine Lösung vor J. Nein, wir nehmen es wie’s kommt ... immer der Nase und der Sonne nach!
Für die Zubereitung unseres Abendessens nahmen wir die riesige Campingküche in Beschlag. Kühlschrank, Mikrowelle, Bachofen, Herdplatten, Grillplatten .... ein Fernseher! Was will man mehr?
Geschrieben von Nicole
76. Port Broughton (Montag, 15. Dezember 2008)
Das was wir gestern an Temperaturen in der Nacht erlebten, kann man definitiv als viel zu kalt einstufen. Bei 14 Grad Celsius ist man wirklich froh wenn man wenigsten eine dünne Decke sein Eigen nennen kann. So hatten wir am Morgen die grösste Mühe aus dem warmen Bett zu steigen. Wir waren uns einig die „Flinders Range“ wieder zu verlassen und nun definitiv an die Küste zu fahren. So fuhren wir in einem Stück bis nach „Port Broughton“, wo wir endlich wieder einmal das Meer erblicken konnten. Wir suchten uns ein Campingplatz direkt an der Küste und genossen jedes bisschen Sonnenschein. So erkundeten wir zu fuss das Dörfchen „Port Broughton“ und genossen das wunderbare Wetter. Am Hafen entdeckten wir noch einen Rochen von einem Holzsteg aus. Dieser Schwamm direkt neben dem Steg in unsere Richtung. Da das Wasser nur etwa einen halben Meter tief war, konnte ich ihn wunderbar fotografieren. Später am Tag begannen wir mit der schwierigen Aufgabe einen Campingplatz während der Festtage zu finden. Für dieses Problem haben wir uns den ganzen morgigen Tag reserviert.
Geschrieben von Peter
77. Moonta Bay (Dienstag, 16. Dezember 2008)
Wie jedes Jahr vor Weihnachten erleidet Herr und Frau Schweizer einen Beinahe-Kollaps. All dieser Weihnachtsstress ... Leider hat’s auch uns gepackt. Wir haben ein gravierendes Problem: Auf welchem Campground (mit Wireless Internet) verbringen wir Weihnachten und Neujahr? Bis anhin mussten wir uns noch nie dieser Thematik annehmen. Schlugen wir doch unsere Zelte dort auf, wo es uns am Besten gefiel. Doch ab dieser Woche gelten andere Verhältnisse. In Australien haben die Sommerferien begonnen. Tausende von sonnenhungrigen OZs pilgern mit ihrem Hausinventar (Kühlschrank, Mikrowelle, Grill, Toaster etc.) und den modernsten Zelten auf die schönsten Campgrounds. Da heisst es vorreservieren ... und nach mehreren Telefonaten wurden wir fündig: Campground in Adelaide, Beachfront, Wireless-Internet! Hallelujah!!!
Heute parkierten wir unseren Campervan in einem kleinen Campground in Moonta Bay, getrau dem Motto: „Heckklappe auf ... Meeresbriese rein.“ Natürlich durfte eine ausgiebige Erkundungstour am weissen Sandstrand nicht fehlen. Wir entdeckten Sand- und Blaukrebse und Unmengen von Fischen in allen Grössen. Peter, seines Zeichens „Jäger und Sammler“, setzte sich in den Kopf, eines Tages einen Krebs zu fangen und zu kochen ... eines Tages J.
Am späteren Nachmittag besuchten wir bezüglich Gratis-Internet die örtliche Bibliothek. Auf der anderen Strassenseite erblickten wir das Lokal der Freimaurer. Ja, der Freimaurer ... in OZ wird daraus kein Geheimnis gemacht. Dies wurde uns klar, als Peter den beschrifteten Abfalleimer entdeckte J.
Geschrieben von Nicole
78. Moonta Bay (Mittwoch, 17. Dezember 2008)
Gleich nach dem Frühstück statteten wir der Bibliothek nochmals einen Besuch ab. Das Gratis-Internet hier funktioniert im Gegensatz zu Port Augusta wunderbar. So konnte ich diverse Sachen auf unserer Homepage aktualisieren.
Später am Tag gab es einen Spaziergang am und im Meer. Überall trafen wir auf Fischer die auf Krabben Jagd waren. Entweder mit Angelrute, Reusen oder sogar von Hand wurde den Viechern zu Leibe gerückt. (Mmmm so ein Stück von einer frisch gefangenen Krabbe das wäre doch Lecker...). Den Nachmittag dösten wir in unserem Camper dahin und genossen das Wetter, die Wärme und das Nichtstun. Am Abend nach dem Abendessen schlenderten wir nochmals dem Meer entlang auf den nahe gelegenen Holzsteg. Wir konnten zum ersten Male hier in Australien einen Sonnenuntergang direkt über dem Meer beobachten. Der Steg war wieder oder immer noch voll mit Fischern die alle Ihr Glück versuchten. Wir sahen 10 Jährige Burschen, welche ganze Krabben Fische oder Kalmare aus dem Wasser fischten. Langsam mache ich mir ernsthaft Gedanken selber eine billige Angelrute zu kaufen und mein Glück zu versuchen. Da ist sicher noch nicht das letzte Wort gesprochen! J Nicole wird sicher nicht begeistert darüber sein. Ich frage mich ob Sie mehr Probleme mit dem „Fisch Töten“ oder mit meinen übelriechenden „Ausdünstungen“ nach dem Verzehr von Fisch hat. Letzteres ist noch nicht ganz bewiesen denn es könnten auch die in Öl eingelegten Tomaten sein.
Was braucht es allerdings alles zum Angeln. Ich habe davon Null Ahnung. Ich weiss, dass es eine Angelrute, den richtigen Köder und viel Geduld braucht. Zu guter letzt weiss ich überhaupt nicht welchen Fisch man essen kann und welchen nicht. Ich werde es wohl oder übel einfach mal ausprobieren müssen....
Geschrieben von Peter
79. Port Victoria (Donnerstag, 18. Dezember 2008)
Auch heute statteten wir der örtlichen Bibliothek nochmals einen Besuch ab. Während Peter die Homepage aktualisierte und sich nach Angler-Tipps erkundigte, widmete ich mich den Schweizer Medienberichten und den Facebook-Einträgen.
Weiter ging’s in Richtung Einkaufszentrum. Unsere Liste an Frischeprodukten war lang ... der Einkaufswagen voll ... das Portemonnaie leer ... der Kühlschrank zufrieden!
Unser Ziel war das kleine Küstendörfchen Port Victoria. Leider konnten wir die wunderschöne Aussicht aufs Meer nur von unserem Camper aus geniessen. Der Wind blies so stark, dass wir uns nicht nach draussen trauten. Doch kurz vor Sonnenuntergang fassten wir Mut und wagten uns – strotz starker Windböen – auf das lange Pier. Der Sonnenuntergang war einfach traumhaft.
Geschrieben von Nicole
80. Marion Bay (Freitag, 19. Dezember 2008)
Von Port Victoria fuhren wir direkt in den Ines National Park. Beim Parkeingang an der „Selbstregistrierkasse“ warfen wir zwar das Couvert mit dem Eintrittsgeld Ordnungsgemäss in den Briefkasten, vergasen jedoch den Coupon abzutrennen der für die Windschutzscheibe bestimmt war. So fuhren wir in den Park ohne eine eigentliche Bewilligung. Wir besuchten verschiedene Spots in dem Park. Einen Leuchtturm mit Atemberaubender Aussicht, einen Strand mit einem gestrandeten Schiff und mörderisch hohen Wellen und beobachteten Surfer welche sich wagemutig in den zuvor genanten Wellen im Surfen versuchten. Allerdings hatten wir immer diese lästigen Fliegen um uns herum und man konnte die Gegend nicht ganz so intensiv geniessen. Als wir dann noch erfuhren dass unser bevorzugter Campingplatz im Nationalpark geschlossen ist, verliessen wir den Nationalpark wieder und suchten einen komfortableren Campingplatz mit normalen WC’s und Stromanschluss auf.
Da fährt man Monatelang quer durch Australien und ist immer wieder auf der Suche nach einem funktionierenden Internetanschluss und man erlebt immer wieder Neues. So geschehen auf dem Campground in Marion Bay. Es gibt hier, sehr abgelegen von der Zivilisation, tatsächlich einen gratis Wireless Internet Anschluss der dazu noch sehr gut funktioniert. So genossen wir praktisch den ganzen Tag, im Camper sitzend, wieder einmal richtig ohne Zeitdruck das Internet. Draussen blies sowieso die ganze Zeit ein sehr Starker und zudem noch kalter Wind. So waren wir froh im Camper eine Beschäftigung zu haben da wir ja nicht gerne im Wind standen. J
Geschrieben von Peter
81. Marion Bay (Samstag, 20. Dezember 2008)
Bereits um 7.30 am starteten wir unsere erste Skype-Sitzung mit meiner Mutter. Nach einem ausgiebigen „Schnorr“ sprachen wir noch mit Peters Schwester und mit seinen Eltern. Spannend, die neusten CH-News aus erster Hand zu erfahren ;-).
Der heutige Tag stand ganz im Zeichen: Peter, Jäger und Sammler. Schon Tage zuvor, bekundete Peter reges Interesse an der Fischerei. Ausgiebig wurde im Internet recherchiert, das Fischermagazin von York Peninsula studiert, diverse OZ ausgefragt .... Heute war der grosse Tag. Gleich nach dem Frühstück besuchten wir den örtlichen Fischerei-Shop. Peter liess sich von der netten jungen Dame, selbst auch Anglerin, gerne beraten. Schlussendlich landete in unserem „Einkaufswägali“ eine Angelrute, eine Angelschnur, mehrere Angelhaken, einen Schwimmer und lebendige Maden als Köder. Zu meinem Entsetzen müssen wir nun diese Lebendköder in unserem kleinen Kühlschrank aufbewahren. Ist dies gemäss Lebensmittelhygiene-Gesetz erlaubt? J
Mit grosser Zufriedenheit kehrten wir auf unseren Campground zurück. Nun hiess es, die einzelnen Teile richtig zusammenzusetzen und dies ohne Anleitung! Auf Rat der Verkäuferin versuchte sich Peter zuerst mit Trockenübungen. Angelschnur auswerfen und wieder einholen, Angelschnur auswerfen und wieder einholen und so weiter. Mit der gewonnen Selbstsicherheit (Übung macht den Meister) machten wir uns um 1.00 pm völlig enthusiastisch in Richtung Pier auf. Um 3.00 pm hatte immer noch nichts angebissen ... um 5.00 pm verliessen wir erfolglos das Pier. L
Abends stand nochmals eine Skype-Sitzung mit meinem Gottameidli Sonia auf dem Programm. Leider kam diese Sitzung infolge eines Internet-Ausfalls nicht zu standen. Hoffentlich funktioniert es am Sonntagabend wieder!
Geschrieben von Nicole
82. Edithburgh (Sonntag, 21. Dezember 2008)
Heute ist nichts passiert. Was soll schon gross passieren wenn man zirka 5 Stunden am Peer steht und Angelt? Genau gar nichts. Nicht ein Fisch hat angebissen! L...Dafür bekommt man haufenweise Tipps von erfahrenen Anglern. Man solle dies und jenes tun, vom Köder bis zur richtigen Stelle wird einem alles angeraten. Genützt hat es trotzdem nichts! So gab es wieder einmal ein Stück Känguru zum Nachtessen. Auf dem Campingplatz ereignete sich während dem Tag noch eine tragische Geschichte. Eine Mutter stand schreiend vor ihrer Kabine und schrie um Hilfe. Sofort eilten wir mit unserem Notfallkoffer und etwa 10 anderen Personen zu der Frau. Anscheinend atmete ihre 3 Jährige Tochter nicht mehr und war blau angelaufen. So kontaktierte einer der Helfer auch sogleich die Notfallnummer. Dem Mädchen schien es allerdings schon wieder besser zu gehen. Die Mutter stand aber zu diesem Zeitpunkt unter einem Schock. Da es schon genug Leute gab die da herumstanden und unser kleines Köfferchen nicht gegen einen Schock ausgerüstet war, zogen wir wieder von dannen. Später sahen wir dann die Notfallärztin kommen und nochmals später kam sogar noch ein Krankenwagen mit Blaulicht. Fazit: Dem Mädchen ging es am nächsten Tag abgesehen von etwas Fieber wieder besser und die Hilfe auf dem Campingplatz funktioniert einwandfrei. So konnte ich mich wieder dem Fischerglück widmen und versuchte nochmals einen Tintenfisch (Kalmar) zu Angeln.
Geschrieben von Peter
83. Port Vincent (Montag, 22. Dezember 2008)
Bis anhin wählten wir die Campgrounds nach folgenden Kriterien aus: 1. Beachfront, 2. Kleine Ortschaft und 3. Wireless Internet. Neu kommt noch das Kriterium „Jetty“ hinzu. Peter, Jäger und Sammler, hat sich nun mit Leib und Seele der Anglerei verschrieben.
So suchten wir einen perfekten Campground an der Ostseite der Yorke Peninsula. Nach wenigen Kilometern wurden wir in Port Vincent auch fündig.
Gleich nach unserer Ankunft mussten die Fischereigründe erkundet werden. Wir kamen mit mehreren OZ ins Gespräch, welche uns auch stolz ihren Fang präsentierten. Da packte Peter das Fischerfieber und wenige Minuten später stand auch er an der „Jetty“ und versuchte sein Glück.
Am späteren Nachmittag präsentierte er mir voller Stolz seinen Fang: einen Australian Tommy. Allerdings war er mit diesem Fang noch nicht zufrieden. So packte er erneut seine Angelrute und machte sich auf Calmary-Suche. Leider blieb der erwünschte Erfolg aus.
Geschrieben von Nicole
84. Ardrossan (Dienstag, 23. Dezember 2008)
Heute machte sich Neptun wohl Lustig über mich. Nach etwa 5 Stunden Angeln konnte ich folgende Bilanz vorweisen: 4 Fische geangelt, 3 davon waren giftig und einer war so klein, dass er fast in einer Streichholzschachtel platz gehabt hätte! L Mist schon wieder ein „Vegiznacht“! So hatte ich nicht gross Lust am Abend nochmals an die Jetty zu stehen. Der Campingplatz hier in Ardossan war überhaupt nicht ausgebucht. Der grosse Ansturm an Weihnachten wird wohl erst während oder nach Weihnachten erfolgen. So genossen wir den Rest des Tages in unserem kleinen Zuhause und begannen unsere vielen kleinen Filmchen zusammen zu schneiden. Denn Nicole hatte mit ihrer Kamera nicht nur Fotos gemacht, zwischendurch filmte Sie sogar unsere kleinen Abenteuer in Australien. Wir entschlossen uns nun alle diese Filme in einen grossen Film zu packen und diesen dann unseren Verwandten zu übermitteln. Mehr dazu allerdings später.
Geschrieben von Peter
85. Moana Beach (Mittwoch, 24. Dezember 2008)
Heute war definitiv nicht mein Tag ... Weihnachten ohne Familie, ohne Bobbi, ohne Schnee, ohne Geschenke, ohne Mamis Weihnachtsbaum (auch Stirzel genannt), ohne Sonjas überdimensionalem Latte Macchiato, ohne Ammanns feine Weihnachtsguazli, ohne Fasciatis Falafel & Kebab (Weihnachts-Türk J) ... aber nun eins nach dem anderen ....
Bereits um 6.00 am schnappte sich Peter seine Angelausrüstung und machte sich auf den Weg zum örtlichen Pier. Nach geschlagenen 3 Stunden kehrte er mit seinem leeren Kesseli wieder zurück. Nichts, kein einziger Fisch fand den Weg zu seinen Ködern!
Unser heutiges Tagesziel und sogleich auch unsere Weihnachts- und Neujahrsdestination war „Moana Beach“. Wie bereits im Vorfeld erwähnt, gestaltete sich die Suche nach dem richtigen Campground als äusserst schwierig. Mussten doch mehrere Kriterien für ein perfektes Weihnachten und Neujahr erfüllt werden: 1. Beachfront, 2. Wireless Internet .... Nun, die Lage des Campgounds war einfach fantastisch aber .... es gab kein „offizieller“ Wireless Internet Anschluss. Wie es sich herausstellte, handelte es sich um eine Privatperson, welche seinen Anschluss nicht verschlüsselt hatte. Folglich waren wir nun immer auf seine Anwesenheit (Rooter am Strom angeschlossen?) angewiesen. Diese Abhängigkeit gefiel uns überhaupt nicht. Eine andere Lösung musste her! Während unserer Einkaufstour durch die vollen Shoppingszentern entdeckten wir zufällig die örtliche Bibliothek. Schnell war das Notebook gezückt et voilà .... eine Verbindung wurde hergestellt. Wir waren sehr erleichtert, dass wir nun eine gute Lösung für unsere Weihnachts-Kommunikation gefunden hatten J.
Zurück auf unserem Campground testeten wir die Verfügbarkeit der „inoffiziellen“ Wireless Anschlüsse durch. Nach einem herzergreifenden „bitti bätti“ meinerseits willigte der Campground-Besitzer unserem Platzwechsel ein. Nun standen wir inmitten der gewünschten Wireless-Strahlen. Doch leider nützten all unsere Bemühungen nichts ... abends wurde der Wireless Internet Anschluss gekappt. So sassen wir mit hängenden Köpfen im Cämperli und genossen einen tristen Weihnachtsabend L.
Geschrieben von Nicole
86. Moana Beach (Donnerstag, 25. Dezember 2008)
Endlich konnten wir wieder einmal ausschlafen und mussten nicht wie gewohnt den Campground um 10.00 Uhr verlassen. So genossen wir das Frühstück diesmal erst um 11.00 Uhr. Doch vorher testete ich nochmals den Funk-Internetanschluss und musste enttäuscht feststellen, dass wir hier auf dem Campground wohl kein Internet zur Verfügung hatten. Die kleine Internetkabine im Office war auch keine alternative da dort die Stunde Internet ganze 8 Dollar kostete und wir unseren Laptop sowieso nicht anschliessen konnten. Wenigstens ist die Bibliothek nur gerade 5 Auto-Fahrminuten von uns entfernt und das Funk-Internet dort funktioniert rund um die Uhr. So testeten wir diese Verbindung gleich am Nachmittag und konnten gleich mit Fabio in Kanada „Skypen“. Dieser war gerade in den Weihnachtsfestivitäten und mit einem Glas Brandy beschäftigt! J Da unsere Internettelefonate nun vom Akku des Notebooks abhängig sind, müssen wir die Gespräche auf ein Maximum von zirka einer Stunde beschränken. Na ja ist immer noch besser als gar nichts!
Später am Abend arbeiteten wir an unserem Filmvorhaben weiter und genossen nach dem Abendessen einen atemberaubend schönen Sonnenuntergang direkt am Meer. Wir kamen zum Entschluss, dass dieser Campground trotzdem wunderschön ist. Das Meer, der Strand, der Sonnenuntergang und die saubere und freundliche Umgebung auf dem Campingplatz übertreffen bei weitem die Enttäuschung wegen des nichtvorhandenen Internetanschlusses.
Später am Abend wurde es dann noch richtig unheimlich. Wir machten uns um 22.00 Uhr auf den Weg um mit Nani Maria, Ursi und Hubert Kontakt aufzunehmen. Dazu fuhren wir wie geplant zur Bibliothek. Dort stellten wir mit schrecken fest, dass dieses Internet dort um diese Zeit nicht mehr funktionierte. Gross war die Enttäuschung denn wir hatten auch fast kein Guthaben mehr um zu telefonieren. Kurzerhand entschieden wir unser Glück bei McDonalds zu probieren. Dort hatte es auch einen Hotspot jedoch war dieser sehr teuer und man konnte nur mit Kreditkarte bezahlen. Da der Hotspot von Telstra, dem grössten Kommunikationsunternehmen von Australien betrieben wurde, stuften wir die Transaktion via Kreditkarte als relativ sicher ein, zumal die Verbindung ja sowieso verschlüsselt funktionierte. So lösten wir 2 Stunden Internet für sage und schreibe 26 Dollar auf einem unbeleuchteten Parkplatz vor einem geschlossenen McDonalds. Noch bevor wir das Skype-Telefonat starten konnten, fuhr ein Auto direkt neben uns und hielt dort an. Vier in der Dunkelheit fast nicht erkennbare junge Männer starrten in unseren Camper. Was ist denn jetzt los, fragten wir uns und unser Puls stieg stetig an. Als das Auto nach 3 Minuten immer noch dort stand, wir hatten keine Ahnung ob die etwas von uns wollten, öffnete ich unsere Seitentür und fragte den auf mich starrenden Fahrer: „Do you have a Problem?“ Dieser erwiderte einfach nur mit „No“. Ich schloss die Türe wieder und darauf stieg einer der Jugendlichen aus ihrem Auto. Ich war sehr erleichtert als ich sah dass dieser nur mal schnell für „kleine Jungs“ hinter einem Busch verschwand. Als dann nach 5 Minuten ein zweites Auto mit noch mehr Jugendlichen neben uns anhielt, wurde uns schnell klar, dass diese Jugendlichen genau hier ihren verabredeten Treffpunkt hatten. Wir waren sehr beruhigt als diese Typen sich dann endlich mit quietschenden Reifen aus dem Staub machten. Offenbar hatten Sie einen Heidenspass mit quietschenden Reifen auf diesem Gelände herumzufahren, denn es war nicht das letzte Auto das neben uns herumkurvte. Wir dachten uns dass wir es nun überstanden hätten und begannen unser Telefonat. Während Nicole mit Ihrer Mutter sprach, beobachtete ich stets die Umgebung. Fünf Minuten später erblickte ich in der Dunkelheit drei Gestalten in unsere Richtung laufen. Diese verschwanden dann auch schon bald aus dem Licht einer Strassenlaterne und ich fragte mich wo die wohl hingelaufen seien. Plötzlich erblickte ich die Gestalten wieder und es stellte sich als eine weiteren Gruppe Jugendlicher heraus. Etwa 10 halbstarke Nachtschwärmer liefen direkt an unserem Camper vorbei und natürlich starrte jeder von Ihnen in unseren Camper. Ich hoffte dass diese einfach nur an unserem Camper vorbeigingen. Dies taten sie auch, bis auf einen der vermutlich aus Spass genau hinter unserem Rücken gegen den Camper polterte. Mein Gott, unser Puls war wieder auf 180. Wir dachten uns schon, jetzt beginnen die mit Randalieren oder so etwas. Doch nichts dergleichen passierte mehr. Sie gingen einfach so weiter und einer wünschte uns sogar noch frohe Weihnachten. Nachdem wir das Gespräch beendet hatten verliessen wir so schnell als möglich diesen Ort und waren froh wieder auf unserem von Sicherheitsleuten „bewachten“ Campground zu sitzen. Vielleicht kaufen wir uns trotzdem noch einen Baseballschläger, diesen benutzen wir dann aber nicht zum Baseball spielen J
Geschrieben von Peter
87. Moana Beach (Freitag, 26. Dezember 2008)
Versprochen ist versprochen ... und so standen wir für die Weihnachts-Skype-Sitzung mit den Familien Ammann, Grischott und Scandella bereits um 6.00 am auf. Wir freuten uns auf ein spannendes Gespräch, auf die leuchtenden Kinderaugen von Anissa und Enya, auf den Weihnachtsbaum, auf Anissas Flötenspiel ....
Doch wieder kam alles anders ... Geplant war ein Besuch der örtlichen Bibliothek oder des McDonalds. Dort erhofften wir uns, auf einen super Wireless Internet Anschluss zu treffen. Doch bereits nach wenigen Metern fahrt, bemerkte Peter, dass unser Campervan einen platten Reifen aufwies. Sch ..... Während ich immer noch verdutzt auf den platten Reifen starrte, schnappte sich Peter sofort den Wagenheber und das Reserverad. Bereits nach wenigen Minuten war unser Campervan wieder fahrtauglich. Behutsam versuchte Peter loszurollen, doch das Reserverad blockierte. Was war jetzt los? An eine Weiterfahrt mit dem Reserverad war nicht zu denken. Glücklicherweise befanden wir uns nur wenige Meter ausserhalb des Campgrounds. So rollten wir behutsam auf den davorliegenden Parkplatz. Nein, so schnell geben wir nicht auf! Peter griff sich das Notebook ... et voilà eine Internet-Verbindung wurde hergestellt. Nun konnten wir endlich mit unseren Liebsten in der Schweiz telefonieren.
Leider hatte sich in der Zwischenzeit das Problem mit dem Reserverad nicht gelöst! Auch mein Tipp, das Reserverad mit dem Vorderrad auszutauschen, erbrachte nicht den gewünschten Effekt ... das Rad blockierte immer noch. Allerdings wollten wir nicht auf dem Parkplatz bleiben und so rollten wir mit einem halb platten und quietschenden Reserverad wieder in Richtung Camping-Plätzli.
Mehrmahls versuchten wir unseren Autovermieter zu erreichen ... erfolglos. So mussten wir auf eigene Faust handeln und erkundigten uns nach Autowerkstätten.
Geschrieben von Nicole
88. Moana Beach (Samstag, 27. Dezember 2008)
Am morgen früh um 8.00 Uhr weckte uns der Wecker. Da wir von unserem Vermieter noch immer nichts betreffend unseres „Plattens“ gehört haben, versuchten wir unsere Panne auf eigene Faust reparieren zu lassen. Zuerst benötigten wir dazu erst einmal eine Pumpe um unser Reserverad einigermassen aufzupumpen. Der Campingplatzbesitzer konnte uns mit diesem Problem weiterhelfen. Doch leider war die klein Elektropumpe dermassen laut, dass wir unser Rad nur gerade mit der nötigsten Portion Luft auffüllten. Unsere Nachbarn im Zelt würden uns dankbar sein. So fuhren wir mit einem „halbplatten“ Rad zur nächsten Tankstelle und pumpten das Rad noch ganz auf. Weiter ging es dann 10 Kilometer nördlich zu einer „Beaurepair“ Werkstätte, welche samstags offen haben soll. So genau konnte dies aber niemand sagen da ja bekanntlich viele Geschäfte zu dieser Zeit geschlossen haben. Wir waren dann froh, dass diese Werkstatt offen hatte und unser Problem innerhalb von 2 Stunden beheben konnte. In der Zwischenzeit genossen wir ein aussergewöhnliches Frühstück in einem Einkaufszentrum. Wer mehr dazu erfahren möchte soll einfach Nicole auf den „Latte Marciatto“ ansprechen.J Zurück bei der Werkstatt wurde uns dann das reparierte Rad wieder fachmännisch montiert und uns noch nahegelegt dass unser Reserverad wohl nicht zu unserem Auto passen würde??....Na toll! Auf dem Rückweg zum Campingplatz verpassten wir unserem Campervan noch eine Rundumreinigung. Aussergewöhnlich war dabei die Tatsache, dass der Schaum aus der Bürste verschiedne Farben annahm. Von Blau über Grün bis zu Rotem Schaum kam da heraus. Ein wunder dass es nicht noch nach Lavendel und Rosenblättern roch
Zurück auf dem Campground schmissen wir uns in Strandkleider (Badehose und Bikini) und genossen ein ausgiebiges Sonnenbad. Dabei spielte sich direkt vor unserer Nase im Meer noch Spektakuläres ab. Als ob da nicht schon genügend Personal der Badeaufsicht mit Booten, Kanus, zu Fuss oder mit Surfbrett den Strand bewachten, nein dies genügte noch nicht. Es flog ein Hubschrauber im Tiefflug direkt vor unseren Strandabschnitt und es sprangen zwei Männer aus dem Hubschrauber direkt ins Meer. Danach wurde ein Seil heruntergelassen und beide wurden wieder aus dem Meer gefischt. Am Seil hängend wurden die zwei Männer am Strand abgesetzt und der Hubschrauber landete etwa 50 Meter hinter uns. Offenbar war alles nur eine Übung. Wir fragten uns danach (Welcher Schweizer macht das wohl nichtJ)wer das wohl alles bezahlen würde. J
Geschrieben von Peter
89. Moana Beach (Sonntag, 28. Dezember 2008)
Sonntag = Ausschlafen! Folglich standen wir erst um 11.00 am auf. Nach einem ausgiebigen Brunch mit Toast, 5-Minuten Eiern, O-Saft ... gönnten wir uns ein weiteres Nickerchen.
Am späteren Nachmittag watschelten wir gemütlich an den Strand. Peter versuchte sich im Bodyboarden und ich lag faul in der Sonne.
Abends fand noch eine Skype-Sitzung mit Nani Lina und Gotti statt. Wir freuten uns riesig, mit ihnen einwenig zu plaudern und so die aktuellsten Malanser News zu erhalten.
Geschrieben von Nicole
90. Moana Beach (Montag, 29. Dezember 2008)
Was schreibt man in den Tagesbericht wenn man nichts unternommen hat? Ich weiss es auch nicht so recht. Wir wollten uns ja Einmal von den Strapazen der langen Autofahrten erholen und für eine Weile am gleichen Ort bleiben und einfach gar nichts tun. Nun, das machen wir hier in Moana Beach und aus diesem Grund gibt es auch nicht so viel zu erzählen. Nicole war am Nachmittag wieder am Strand und genoss die Sonne, während ich im Camper blieb und ein Nickerchen machte. Den Rest des Tages verbrachten wir mit Lesen, Essen und einfach nichts tun! Wenn es eine Liste mit den 10 kürzesten Tagesberichten gäbe, dann wäre dieser hier wohl auch dabei! J
Geschrieben von Peter
91. Moana Beach (Dienstag, 30. Dezember 2008)
Der heutige Tag stand ganz im Zeichen „Shopping, shopping, shopping“.
Zuerst stürzten wir uns ins quirlige Adelaider Marktleben. Der Centeral Market hatte kulinarisch alles Mögliche zu bieten – Erstklassiges frisches Obst und Gemüse, Fleisch (inkl. Deutsche Würstel), Meeresfrüchte, Käse, asiatische Köstlichkeiten, Hippie-Kleider, Tee, Kaffee etc. Natürlich stürzte ich mich sofort auf das frische Obst und Gemüse und kaufte den halben Stand leer (von Avocado bis Zuccetti). Peter hielt sich dezent im Hintergrund, das Gewimmel und der Trubel wurde ihm rasch zuviel ... Ich hätte noch den ganzen Tag im Central Market verbringen können!
Weiter ging’s in Richtung Glenelg. Der hippe Vorort von Adelaide protzt mit gigantischen Hochhäusern direkt am Surfer-Beach. Viele internationale Strassencafés laden zum Verweilen ein. Doch wir waren nur aus einem Grund hier: Das Rodney Fox Shark Experience. Rodney Fox, ein Hai-Opfer, das jetzt zum Hai-Verteidiger geworden ist, wirbt um Verständnis für die Tiere mit dem schlechten Image. Hier kann man auch einen Blick hinter die Kulissen und die Schummelei bei den Dreharbeiten zum Film „Der weisse Hai“ werfen. Doch leider war „Tür und Tor“ verriegelt. Die Ausstellung hat nach Victor Harbor gewechselt L.
Im grössten Einkaufszentrum von South Australia ging unsere Shopping-Tour weiter. Peter deckte sich mit neuen Badehosen und Shorts sowie einem Hemd und einem coolen Star Wars T-Shirt ein ... ich war immer noch auf der Suche nach dem perfekten Bikini.
Geschrieben von Nicole
92. Moana Beach (Mittwoch, 31. Dezember 2008)
Heute Abend ist Silvester, aus diesem Grunde mussten wir noch unseren Kühlschrank auffüllen. Für alle die jetzt Alkohol meinen, ja und nein. Natürlich darf ein kühler Schluck nicht fehlen, aber der Grund des Einkaufes war tatsächlich etwas zu Essen. Nicole, die gestern nach dreieinhalb Stunden im grössten Einkaufszenrum von Südaustralien noch immer kein Bikini gefunden hatte, bestand darauf, nochmals in ein grösseres Einkaufszentrum zu gehen. Heute Fand Sie nach einer Rekordzeit von etwa einer Stunde einen passenden Bikini. (Ehrlich gesagt hatte sie diesen auch schon gestern in den Händen, da fand sie ihn aber noch zu teuer?? = Frau)
Nachdem die Bikini Geschichte ein Ende gefunden hatte, konnten wir uns dem Essen und dem Alkoholeinkauf widmen. Nun, das Essen war kein Problem, der Alkoholeinkauf hingegen erwies sich etwas schwieriger. Bekanntlich ist ja der Alkohol hier sehr teuer. So beschränkte ich mich nach einer kurzen Wahl auf Whiskycola fixfertig gemischt in Büchsen und Nicole (nach einer etwas längeren Wahl J) auf Wodka auch fixfertig gemischt mit Zitronengeschmack.
Als wir dann nach diesen Strapazen zurück auf dem Campingplatz ankamen, erholten wir uns zuerst mit einem Sonnenbad am Strand. Danach war lange Zeit nichts tun angesagt bis wir uns zum Sonnenuntergang wieder an den Strand bequemten. Das Nachtessen genossen wir heute einmal erst etwas später. Wir hatten ja noch den ganzen Abend vor uns.
Den Abend bis um Mitternacht wollten wir eigentlich mit Unospielen verbingen, da wir aber Internet hatten waren wir eigentlich mehr oder weniger nur am Skypen. Zuerst mit meinem Papa, dann mit meiner Schwester und dann noch mit Ursi. Als dann noch unsere Herdöpfel-Kollegen vom Verein im Skype versammelt waren, mussten wir das Gespräch kurzfristig abrechen um uns draussen etwas umzusehen und den „Rutsch zu vollbringen“. Blöd war nur, dass wir keine genaue Uhr hatten. So waren wir auf unsere Campingplatz Mitbewohner angewiesen. Auf einmal hörte man eine Gruppe von Leuten von 10 Rückwärts zählen. Bei Null wünschten wir uns gegenseitig ein frohes neues Jahr. Zwei Minuten später hörten wir andere Leute von 10 Rückwärts zählen. Dies wiederholte sich noch einige Male. Wir machten noch eine Runde auf dem Campingplatz und wünschten dem Einen oder Anderen noch ein „Happy new year“. Danach gingen wir zurück und versuchten uns nochmals mit dem Skype. Doch leider funktionierte es nicht mehr so prächtig. Mit meiner Schwester und meinem Vater klappte die Verbindung nicht mehr so toll. Wir wussten aber, dass wir Sie am nächsten Morgen sowieso wieder am Skype haben werden. Dafür funktionierte etwas später die Verbindung mit unseren Kollegen wieder und wir konnten seit 3 Monaten endlich wieder Einmal mit meinen Kollegen plaudern.
Geschrieben von Peter
93. Moana Beach (Donnerstag, 1. Januar 2009)
5 ... 4 ... 3 ... 2 ... 1 ... HAPPY NEW YEAR!!! Ohne Pauken und ohne Trompeten haben wir 9 ½ bew. 17 ½ Stunden vor unserer Familie, unseren Freunden und Bekannten den Jahreswechsel vollzogen.
Frühmorgens wurden wir – dank unseres Weckers – aus den schönsten Träumen gerissen. Wir hatten der Familie Grischott versprochen, sie nach dem Schweizer Jahreswechsel zu kontaktieren. Doch leider war kein Wireless Internet Anschluss verfügbar. Da griff Peter zum Handy und teilte der wartenden Familie Grischott per SMS unsere Abwesenheit mit. Schnell schliefen wir wieder ein und standen erst gegen Mittag wieder auf.
Nach einem feinen Brunch erledigten wir noch diverse Pendenzen: Tagesberichte verfassen, Fotos fürs Internet aussuchen, Hutfotos bearbeiten, Campervan fahrtauglich machen etc. Wir waren bis spät am Abend damit beschäftigt ... wir nennen dies „Arbeit“ J. Zwischendurch telefonierten wir noch in die Schweiz und wünschten unseren Familien einen guten Rutsch ins neue Jahr.
Geschrieben von Nicole
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