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21. Tag Landsborough (Dienstag, 21. Oktober 2008)
Die Sonne knallte mit voller Wucht auf unseren kleinen Camper. Die Innentemperatur stieg ins unermessliche. Das Atmen fiel sichtlich schwer. Der verschlafene Blick wanderte auf die Uhr. Was, erst 7.35 am. Sch…! An einen angenehmen Schlaf war – natürlich – nicht mehr zu denken. Also, aufstehenL. Nach zwei Wochen Camper-Leben hat sich bereits eine morgendliche Routine entwickelt: Zuerst der „dringende“ Besuch der Campingtoilette, danach die Camper-Umwandlung vom Schlafsaal in die Wohnstube (aus Bett wird Essecke) und last but not least wird das Frühstück aufgetischt. Natürlich wird an der frischen Luft gefuttert. Aber nicht das typische Oz-Frühstück (Würstchen, Rührei etc.) Nein, Nicole nimmt wie gewöhnlich ihre Ovi und dazu Toast mit Konfi-Aufstrich und Peter geniesst zu seinem Toast mit Peanutbutter- und Nutella-Aufstrich ein Glas Orangensaft.
Heute hiess es wieder Kilometer abfahren. Unser Tagesziel lag nördlich von Brisbane. Wieso nach Brisbane? Nach einem kritischen Studium des Lonely Planet (Reiseführer) haben wir uns entschlossen, der Hauptstadt von Queensland keinen Besuch abzustatten. So führte uns der heutige Weg in Richtung Australia Zoo. Die nächste Attraktion auf unserer Australien-Liste.
Viele Nicole-Kenner denken nun, was die geht in einen Zoo?!
Nun, hier die Erklärung: Die Tiere hausen nicht in Käfigen, sondern stromern stattdessen durch ihre halb-natürlichen Lebensräume.
Der Australia Zoo war das Lebenswerk und die grosse Liebe des Naturschützers Steve Irwin, dem „Crocodile Hunter“. Nach Irwins zu frühem Tod fühlt sich seine Familie dazu verpflichtet, sein Vermächtnis zu wahren und den Naturschutz in seinem Sinn weiterzuführen.
Die Einkünfte aus den Eintrittgeldern kommen direkt den gefährdeten Arten zu Gute und finanzieren eine Krankenstation für Wildtiere.
Dies ist ganz in meinem Sinne, daher auch der „Zoo“-Besuch.
Der Campingplatz lag ganz in der Nähe des Australia Zoo und erwies sich als kleine Oase. Neben unserem Camper nistete eine Gans. Regelmässig besuchte uns Herr „Pfau“ und schlug sein Rad. Kleine Wasserschildkröten plantschten im Teich. Welch ein Vorspann auf unseren morgigen Australia Zoo-Besuch!?!
Geschrieben von Nicole
22. Tag Australia Zoo (Mittwoch, 22. Oktober 2008)
Die Nacht war angenehm und kühl. Schon gestern Abend war ein Gewitter aufgezogen, so dass der Himmel heute Morgen immer noch bewölkt war. Wir mussten aber früh aufstehen, denn auf dem Tagesprogramm stand der Australia Zoo. Nach etwa 5 Minuten fahrt von unserem Campground waren wir auch schon dort angekommen. Die Wolkendecke hatte sich bis zu diesem Zeitpunkt auch schon wieder verflüchtigt und es herrschte schönstes Sommerwetter. Es gab viel zu sehen in diesem Zoo. Hauptsächlich Tiere welche in Australien vorkommen. Es hatte aber auch das eine oder andere nicht einheimische Tier dort wie zum Beispiel Alligatoren aus Amerika, Elefanten oder Biber aus Asien. Die Hauptattraktionen waren allerdings Krokodile, Schlangen, Kängurus und natürlich Koalas. Den ungefährlichen Tieren konnte man teilweise sehr nahe kommen, andere hingegen waren hinter doppelten Zäunen eingesperrt. Dann liefen zum Beispiel zwei Wärter mit einem Tiger Gassi oder die Elefanten spazierten mitten über die Strasse. Überall hatte es frei herumlaufende Eidechsen oder Hühner. (Die Hühner erinnern mich irgendwie an diese aus dem Game Moorhuhn.) Mitten im Zoo gab es eine Art Stadion, das „Crokoseum“. Darin wurde täglich eine Raubtiershow abgehalten. Diese war zum Teil noch recht lustig. Es flogen Papageien im Tiefflug über die Zuschauer hinweg oder vorne in der Mitte wurden mächtige Krokodile gefüttert. Nebst Schlangen und allen anderen Sorten von Vögeln wurden auch wieder die Elefanten gezeigt. Alles in allem eine etwas groteske Tiershow. Es kam mir irgendwie vor als sassen wir in einem Simpsons-Comic. Wir spazierten bis etwa um zwei Uhr Nachmittags im Zoo herum bis wir dann vor lauter Erschöpfung und Müdigkeit wieder den Heimweg antraten. Es war ja auch wieder sehr heiss und wir sind den ganzen Tag nur gelaufen. Zurück im Campingplatz wurde dann zuerst zwischen all den Enten, Gänsen, Straussen und sonstigen Vögeln ein Nickerchen gemacht.
Geschrieben von Peter
23. Tag Caloundra (Donnerstag, 23. Oktober 2008)
Bereits nach 30 Kilometer in östlicher Richtung haben wir unser heutiges Tagesziel erreicht. Caloundra eine kleine Stadt mit ca. 92'300 Einwohnern. Sie ist der Ausgangspunkt für unsere Reise durch die sonnige und von Surfern sehr beliebte Sunshine Coast.
Peter hatte diesen Campingplatz bereits vor Tagen ausgesucht. Grund: Free Wireless Internet. Kurz im Internet eingeloggt mussten wir leider feststellen, dass nicht genügend Power durch unsere Leitung floss. Also, packten wir unsere sieben Sachen zusammen und unser kleiner schnurrli Camper führte uns in die Shopping Area von Caloundra. Der Besuch im Internetcafé erwies sich als der Höhepunkte des Tages. Die Homepage-Seite konnte wieder aktualisiert und unzählige Mails beantwortet werden. An dieser Stelle möchten wir uns ganz herzlich für die vielen Gästebuch-Einträge, die unzähligen Pinnwand-Postings im Facebook und die vielen E-Mails bedanken. Wir freuen uns riesig, über die vielen Nachrichten von zu Hause!
Am Nachmittag stand der obligatorisch Strandbesuch auf dem Programm. Peter genoss ein Bad im Meer und ich ein Bad unter der Sonne Australiens.
Bemerkung zu den Campingplatz-Nachbarn: Diese bieten hier besondern Unterhaltungswert. Wir rätseln immer noch, ob es sich um Mormonen, Zeugen Jehovas oder um Anhänger einer anderen sektenähnlichen Glaubensrichtung handelt. Innert weniger Stunden wurde hier eine riesige Zeltstadt errichtet. In jeder Behausung wohnt mindestens eine Frau (Schwanger oder evt. Schwanger), ein Mann und hunderte von Kindern. Jede Zelt-Familie hat seinen Kühlschrank (!), seine Mikrowelle (!), seine Herdplatte (!) und diverse Dampfgarer (!) mitgebracht. Die Erwachsenen wuseln wild in ihrer Freiluft-Küche umher. Die Kinder tollen um unseren Campervan. Welch ein Schauspiel. Wir müssen nur unseren Camper-Vorhang öffnen und das Familen-Theater kann beginnen. Peter: Mit etwas Glück können wir noch die Geburt eines weiteren Kindes miterleben!
Geschrieben von Nicole
24. Tag Mooloolaba (Freitag, 24. Oktober 2008)
Ich mag keine Leute die sich für etwas Besonderes halten. Und ich hasse es in den Ferien morgens um halb Sieben geweckt zu werden. Ok, der gang zur Toilette um drei Uhr morgens war wohl mein eigenes Problem. Aber wenn dann 3 Meter neben unserem Camper ein kleines Kind ununterbrochen am schreien ist und seine Eltern nichts dagegen unternehmen, weil vielleicht ihre Religion das verbietet, dann habe ich definitiv ein Problem damit! Wir standen also etwa um halb Acht Uhr morgens auf und verwandelten unseren „SchlafCamper“ in den „Morgeness-Camper“. Sehr schnell verliessen wir dann den Campingplatz mit unseren unfreundlichen Nachbarn. Warum? Jedes Mal grüssten wir, wenn wir an ihnen vorbei gingen oder Sie kreuzten. Von Ihnen aber kam kein Wort, nicht mal ein Blick wurde uns gewürdigt. Ich mag solche „Sozialkompetent Benachteiligte“ Leute nicht. Weiter ging es in den Superstore um unsere Vorräte wieder einmal einwenig aufzufüllen.
Das Tagesziel lag im schwierig auszusprechenden „Mooloolaba“. Nach 20 Kilometern waren wir auch schon dort. Der Campingplatz war nicht umwerfend dafür zweckmässig und gleich am Strand. Warmes Meerwasser und kein kaltes Windchen. Beim Mittagessen im Camper fanden wir heraus dass wir nur zirka 50 Meter vom grössten Aquarium in Queensland campierten. Da mir kein besseres „Hut-fotomotiv“ mehr in den Sinn kam, gingen wir gleich dorthin. Nein, wir wären so oder so gegangen. Es war noch Interessant, wir waren aber vom Aquarium in Sydney schon etwas besseres gewöhnt...
Alles in allem ein schöner Tag aber mit einem etwas faden Nachgeschmack vom „Frühstück“.
Geschrieben von Peter
25. Tag Peregian (Samstag, 25. Oktober 2008)
Heute hiess es good bye Sunshine Coast. Dieser doch sehr touristisch geprägte Küstenteil wurde uns Landeiern etwas zu viel. Folglich mussten wir wieder unser ganzes Hab und Gut im Campervan verstauen. Dabei haben wir bemerkt, dass uns in der Nacht vom Freitag auf den Samstag „ein“ Badetuch entwendet wurde. Wer klaut ein Badetuch? Ein No Name Badetuch? Ein Badetuch vom IGA im Wert von $ 9.95?
Aber der Verlust eines Badetuches konnte uns natürlich nicht aufhalten. Mit einer vom Information-Center ausgehändigten Karte fuhren wir weiter gen Norden. Wir waren auf der Suche nach einem ruhigeren und gemühtlichen Campingplatz. Ganz bescheiden. Die ersten Campingplätze entsprachen nicht unseren Vorstellungen (zu gross, falsche Lage etc.). Einer befand sich noch auf unserer Wunschliste resp. auf der Karte, am Sunrise Beach. Klingt doch sehr schön. Doch wir fanden diesen Campingplatz nicht. Mehrmals fuhren wir die gleiche Strasse entlang. Nichts! In einem Café nachgefragt, bekamen wir die Antwort:“ Oh, dieser Campingplatz wurde mit Appartements überbaut. Sicherlich schon 4 Jahre her.“ Super, eine vom Information Center ausgehändigte Karte wies auf einen nicht mehr existierenden Campingplatz. Man bedenke die Anzahl Jahre!!!
Peter, der Fahrer, hatte sich für einen Campingplatz ganz in der Nähe entschieden. Leider keine gute Wahl. Der Campingplatz war zu überteuert, die Toiletten und die Duschen veraltet, der Aufenthaltsraum schäbig etc.
Am Abend suchte uns die Campingbesitzerin auf. Gemäss australischem Meteorologen ziehe ein grosses Gewitter auf. Golfball grosse Hagelkörner werden auf diese Ortschaft niederprasseln. Wir sollen doch in den Aufenthaltsraum kommen. Nun, die Wolken kamen, ein paar Tropfen vielen … mehr passierte nicht. Als wir den Aufenthaltsraum aufsuchten, war von unseren Campingbesitzern keine Spur. Das Office schliesst um 5 pm.
Das Tageshighlight war das obligatorische Bad im Meer. Das Wasser war super warm, die Wellen sehr hoch und es herrschte eine sehr starke Strömung. Mehrere Lifeguards patrouillierten am Ufer und waren jederzeit bereit, sich für uns in die Strömung zu werfen.
Geschrieben von Nicole
26. Tag Rainbow Beach (Sonntag, 26. Oktober 2008)
Jeden Abend nach dem Abendessen wenn wir irgendwo auf dem Campingplatz den Abwasch erledigen, überlege ich mir was wir heute alles erlebt haben und was dann im Tagebuch geschrieben wird. Genau in diesem Moment hüpfte heute ein grasgrüner Frosch neben uns über die Campingplatzküche. Ist ja nichts Besonderes dachte ich mir. Ich zeigte Ihn noch Nicole die Ihn auch noch kurz ansah. Wir sagten uns noch dass der Frosch vermutlich hochgiftig sei, man weiss ja nie. Als dann aber der kleine Hüpfer begann eine Palme senkrecht nach oben zu klettern als ob er ein Affe sei waren wir doch recht überrascht! Frösche die klettern…..wusste wir nicht! Wer mich jetzt genau kennt, der versteht sicherlich recht gut dass ich zukünftig die Türen vom Camper immer recht schnell hinter mir schliessen werde.:-)
Kleiner Nachtrag von Gestern. Abends um halb Zehn als ich etwa nach 4 Stunden herumprobieren* auf einmal Internet hatte, telefonierten wir noch bis Spät in die Nacht mit unseren Verwandten in der Schweiz und Kanada. So waren wir heute Morgen nach einer zweistündigen Autofahrt doch recht geschlagen und genossen umso mehr das Nichtstun und Faulenzen am Strand. Ein wirklich nettes Dörfchen haben wir hier gefunden. Nicht viel los, das Rauschen des Meeres bis in unseren Camper hörbar und doch hat es alles was man braucht.
* Wer mich gut kennt weiss genau was damit gemeint ist!
Geschrieben von Peter
27. Tag Rainbow Beach (Montag, 27. Oktober 2008)
Ja, wir gestehen, wir haben uns in Rainbow Beach verliebt. Dieser kleine Strandort liegt vor einer spektakulären Hintergrundkulisse aus spektakulären Sandklippen in über 70 verschiedenen Farbtönen. Vom langen, goldenen Strand am aquamarinblauen Meer hat man wunderbare Sicht nach Fraser Island.
Bereits um 4.30 am riss uns der Wecker aus den schönsten Träumen. Ja, unser Tagesprogramm startete bereits zu dieser „unchristliche“ Zeit. Doch Peter wollte unbedingt den heutigen Sonnenaufgang fotografieren. Vielleicht fragt ihr euch nun: „Sonnenaufgang so früh?“ Ja, der Sonnenaufgang ist um 5 am und der Sonnenuntergang um 6 pm. Das uns dargebotene Schauspiel war unbeschreiblich. Die viele Rot-, Gelb-, Bau- und Violetttöne widerspiegelten sich im ruhigen Ozean sowie und an den hohen Sandklippen. Wir waren inmitten einer Lightshow!
Nach einem weiteren Nickerchen unternahmen wir eine Erkundungstour zur Carlo Sandblow. Die Carlo Sandblow ist eine riesige Sanddüne, die von der Küste ins Landesinnere wandert und dabei ganze Wälder unter sich begräbt. Viele Paragleider starten hier ihre Rundflüge über den Rainbow Beach.
Am Nachmittag leisteten wir uns eine Anschaffung. Ein typisch, australisches Freizeitvergnügungs-„Instrument“. Ein Body-Board. Das obligatorische Bad im Meer wurde nun zur sportlichen Herausforderung. Peter hatte den Dreh ziemlich rasch raus. Mich musste er immer anstossen.
Geschrieben von Nicole
28.Tag Rainbow Beach (Dienstag, 28. Oktober 2008)
Am heutigen Tage erwartete uns ein gemütlicher Bade und Nichtstun Tag. Nicht ganz! Am Morgen putzen wir zum ersten Mal unser „Zuhause“ gründlich durch. Wie schon in Malans war Nicole für die Küche und das Wohnzimmer zuständig und ich für das Bad und Treppenhaus. Spass bei Seite, unser Camper war eigentlich im nu geputzt. Ist ja auch kein Wunder bei geschätzten 5 Quadratmetern Wohnfläche.
Nach dem Mittagessen ging es dann zum obligatorischen Strandbesuch. Es sollte ein entspanntes Baden im Meer werden doch allerdings passierte etwas Unverhofftes. Als ich und Nicole im Hüfttiefen Meerwasser am planschen waren kam eine ganz normale Welle daher. Sie war etwa 1 bis 2 Meter hoch und war kurz vor dem brechen. Brechen ist die Situation wo die Welle in sich selber zusammenbricht und mit weissem „Schaum“ und Getöse gegen das Ufer strömt. Eben an dieser Stelle bevor die Welle „bricht“ ist Sie praktisch wie eine senkrechte Wand aus Wasser. Genau so eine Wand prallte mir an meine linke Gesichtshälfte und presste Meerwasser in mein linkes Ohr. Ich verspürte einen stechenden Schmerz und Wasser in meinem Ohr. Danach ging ich schnell aus dem Wasser zu unserem Liegeplatz und legte mich eine Weile hin. Der Schmerz war nach etwa 5 Minuten vorbei doch es fühlte sich an als ob es voller Wasser ist.
Später gingen wir zurück zum Camper und genossen unseren Internetzugang. Während dieser Zeit suchte ich verzweifelt nach Tricks wie man das Wasser aus den Ohren bekommt. Auf einem Bein hüpfen oder noch mehr Wasser ins Ohr giessen nützte alles nichts. Stattdessen nahm das dumpfe Gefühl im Ohr zu. Nun ich will mich nicht beklagen aber ich höre mit meinem anderen Ohr seit meiner Kindheit nur noch etwa 20 Prozent. Will heissen ich hörte in dieser Situation immer weniger.
Als wir an diesem Abend noch einen Arzt aufsuchen wollten empfahl uns eine Krankenschwester „Aqua Ear“. Das sind Ohrentropfen welche das Wasser aus den Ohren entfernen sollten. Einen Arzt gab es nur 80 Kilometer weiter in der nächsten Stadt. Leider fanden wir keine von diesen Tropfen mehr. Meine Hoffnungen bestanden nun darin dass mein Problem über Nacht verschwinden würde denn am nächsten Morgen um 7.40 Uhr startete unsere 2-Tägige Fraser Island Tour.
Geschrieben von Peter
29. Tag Fraser Island (Mittwoch, 29. Oktober 2008)
Die Aborigines nannten Fraser Island „K’Gari“, was grob übersetzt „Paradies“ bedeutet. Angeblich wird all der Sand von der australischen Ostküste letztendlich nach Fraser Island gespült. Die gigantische Sandbank ist 120 km lang und 15 km breit und gehört zum Weltnaturerbe. Vom Rainbow Beach aus betrachtet, wirkt sie – für die grösste Sandinsel der Welt – viel zu üppig und zu grün. Doch dieses mannigfaltige Ökosystem zählt zu den vielen Highlights der Insel. Sie ist von Regenwäldern und mehreren Süsswasserseen überzogen. Von den hohen Dünen und den Klippen kann man Wale, Delphine, Haie, Rochen und Schildkröten beobachten.
Die Vorfreunde auf das Paradies war riesig. Pünktlich um 7.40 am rollte ein Bus mit riesigem Radstand und dicken, bulligen Reifen auf uns zu. Meine Gedanken waren: „Wow, der wird uns plattwalzen!“ Nach kurzer fahrt erreichten wir bereits die betriebseigene Fähre und legten nach wenigen Minuten auf Fraser Island an.
Bereits zu Beginn unseres Besuches düsten wir mit ca. 80 km/h über den berühmten 75 Mile Beach. Plötzlich stoppte das Gefährt. Was, wo, wie … aahh … ein Dingo. Auf Fraser Island ist vor Dingos Rücksicht zu nehmen, sie gelten als „Problemtiere“. Das Tragische ist, dass die zunehmende Aggressivität der Dingos durch die Touristen hervorgerufen wurde, die sie gefüttert oder gereizt haben. Jeder der Dingos füttert, muss mit einer Geldstrafe von bis zu $ 3'000.- rechnen!
Nach einem kurzen Fotostopp bog unser Guide in den Regenwald. Dort angelangt, erhielten wir erste Instruktionen bezüglich Schlangen, Spinnen etc. Ein kleiner Spaziergang führte uns am Wanggoolba Creek entlang. Doch von den gefährlichen Schlangen, Spinnen etc. war nichts zu sehen. Nach dem Mittagessen in unserem Eurong Beach Resort flitzten wir mit unserem 15 Tönner der Felsnase Indian Head entgegen. Der beste Aussichtspunkt der Insel mit herrlicher Sicht auf die Dünen, den Regenwald und aufs Meer. Dank des klaren Wassers konnten wir Schildkröten und Rochen beim Plantschen beobachten. Weiter ging die Reise in Richtung Colorado River von Fraser Island, den „Coloured Sands“. Die Fotos waren rasch im Kasten und unser Guide führte uns zum „Maheno Shipwreck“. Das Passagierschiff sollte 1935 zu einem japanischen Schrottplatz geschleppt werden, wurde dann aber von einem Wirbelsturm hier an die Küste gespült. Unser letztes Tagesziel war der „Eli Creek“. Der Bach verwandelt sich nach einem Regenguss in einen reissenden, kristallklaren Fluss, der jeden mühelos zu Tal befördern kann. Nun, als wir den Eli Creek besuchten, herrschte Bach-Stand. Also hiess es, kneippen ….
Kurz nach 5 pm erreichten wir unser Eurong Beach Resort. Nach einem feinen Abendessen vielen wir todmüde in unsere Betten.
Geschrieben von Nicole
30. Tag Fraser Island (Donnerstag, 30. Oktober 2008)
Der zweite Tag von unserer Fraser-Tour begann um 8.30 Uhr. Es stand Baden auf dem Tagesprogramm. Mein linkes Ohr hat sich noch immer nicht erholt. Im Gegenteil. Ich hörte nur noch ganz dumpf und schlecht. Der einzige Vorteil war wohl dass ich den Motorenlärm in unserem 4 mal 4 Bus nicht mit anhören musste. Nach einer einstündigen Fahrt gelangten wir an einen Süsswassersee. Das Wasser des Lake McKenzie strahlte von türkis bis Dunkelblau. Das gibt es wohl auch in der Schweiz aber gibt es das auch mit feinstem weissem Sand am Ufer? Wir hatten etwa eine Stunde Zeit das angenehme Wasser mit einem Bad zu geniessen. Zwischendurch verbesserte sich der Zustand meines Ohres wieder und ich hörte etwas besser. Aber da zwischendurch eine eitrige gelbe Flüssigkeit aus meinem Ohr tropfte entschloss ich mich dennoch so rasch als möglich einen Ohrenarzt aufzusuchen. Ich hatte ja seit dem Unfall keine Schmerzen mehr.
Nach dem See ging es zurück zum Ressort und Mittagessen. Danach stand noch ein See auf dem Programm der Lake Wabby. Dieser war nicht so einfach zu erreichen. Vom Strand aus wo unser Guide uns abgeladen hatte waren es etwa 3 Kilometer Fussmarsch. Der Weg den ich als Spinnenweg bezeichnen würde, mündete bald in eine Sanddüne. Es war heiss und sehr mühsam auf dem Sand zu laufen. Es ging auch immer etwas bergauf. Doch plötzlich oben angekommen sahen wir Ihn. Einen Smaragdgrünen kleinen Süsswassersee der 50 Meter vor uns am Ende der Sanddüne lag. Diese letzten 50 Meter gingen steil bergabwärts und mündeten unten direkt in den See. Mit einem „Snowboard“ wäre das sicher noch lustig gewesen. Man hätte direkt in den See fahren können. Auch hier genossen wir das Bad im lauwarmen Wasser. Und jeder von unserer Gruppe wäre gerne noch den ganzen Tag hier geblieben. Doch danach ging es wieder mit einem Fussmarsch zum Bus. Unterwegs sahen wir noch viele kleine aber auch grössere Spinnen im Regenwald in ihren Netzten wartend. Da unsere Angst vor diesen Viechern immer kleiner wurde, spazierte ich den ganzen Weg barfuss zurück. Und dies mit dem Wissen dass auf dieser Insel 7 der 10 weltweit giftigsten Schlangen vorkommen. Unser Guide sagte uns dass Dingos Schlangen und Spinnen immer nur die letzten 3 Personen einer Gruppe angreifen würden. Also versuchte ich immer zuvorderst zu laufen! J
Danach ging es wieder Heimwärts zu unserem Campingplatz. Wir waren leider etwas zu spät dran um noch einen Ohrenarzt zu suchen. Also werden wir unser Glück am nächsten Morgen versuchen.
Geschrieben von Peter
31. Tag Bargara (Freitag, 31. Oktober 2008)
Bereits am Vorabend suchten wir im Internet nach Ohrenärzten, Medical-Centers, Spitäler etc. Wir wollten vorbereitet (Liste mit Telefonnummern, Adressen etc.) in den nächsten Tag starten. Leider hatte sich Peters Ohrenleiden über Nacht verschlechtert. Er „triefte“ förmlich aus dem Ohr.
Am frühen Vormittag erreichten wir im nahe gelegenen Gympie (nur 75 Kilometer entfernt) die auf unserer Liste ganz oben aufgeführte Privatklinik (mit Ohrenarzt). Die Arztsekretärin wies uns ins australische Gesundheitswesen ein: Vor einem Besuch beim Spezialisten ist immer ein Allgemeinpraktiker aufzusuchen, welcher uns „allenfalls“ an einen Spezialisten überweisen wird.
Nun, wir wollten nicht weiter in Gympie herumirren und haben uns für eine andere, einfachere Lösung entschieden: Das Spital! Die hilfsbereite Dame an der Rezeption erklärte uns das weitere Vorgehen:
1. Kreditkarte zücken
2. Formulare ausfüllen
3. Emergency Departement aufsuchen
4. Formulare ausfüllen
5. Pass und Krankenkassen-Kärtli vorweisen
6. Voruntersuchung bei einer Krankenschwester
7. Untersuch beim Notfall-Arzt
Der doch sehr junge Notfall-Arzt, namens Ibramim oder Mohamed (???), diagnostizierte eine Mittelohrentzündung mit einer Perforation des Trommelfells. Da sich sehr viel Flüssigkeit in Peters Ohr befand, viel eine genaue Diagnose bezüglich Riss oder Loch im Trommelfell aus. In seinem gebrochen Englisch gab Herr Doktor uns zu verstehen, dass er „meine“ einen Riss oder ein Loch im Trommelfell in Richtung 6 Uhr entdeckt zu haben?!?! Eine Reinigung des Ohrs (Ohrenspülung) befand er für nicht nötig. Das Hörvermögen sollte sich dank des Sandoz-Wundermittels (hochdosierte Antibiotika-Tabletten) nach ca. 2 Tagen verbessern. Auf eine skeptischen Nachfrage meinerseits: „Wenn nicht?“, konterte unser lieber Herr Doktor charmant: „Oh, in Australien gibt es genügend Ärzte, MedicalCenters oder Spitäler!“
Nach der Einnahme mehrerer Tabletten durfte sich Peter nicht mehr hinters Steuer setzten. Also, musste ich die ca. 200 Kilometer zu unserem nächsten Tagesziel „Bargara“ in Angriff nehmen.
Beim abendlichen Abwasch in der Campingküche machten wir eine schaurige Begegnung mit Fledermäusen oder Flughunden. Riesige Batmans flogen über uns hinweg. Das Schlagen der Flügel (nennt man dies Flügel?) war deutlich zu hören. Selbstverständlich werde ich den langen Marsch zur Toilette nicht mehr alleine unternehmen J!!!
Geschrieben von Nicole
32. Tag Town of 1770 (Samstag, 1. November 2008)
Auf den Tag genau sind wir nun einen Monat unterwegs. Nun sitze ich hier in unserem Camper, die Heckklappe offen und gegen den Sonnenuntergang gerichtet. Das Meer nur gerade 20 Meter von mir entfernt. Ich höre unsere Nachbarn beim Abendessen und…. Was ich höre? Ja ich glaube meinem Ohr geht es wieder besser. Es ist zumindest nicht schlechter geworden. Ich überlege mir gerade was ich schreiben soll und bemerke plötzlich das hier draussen vor unserem Camper dutzende kleine Krebse vom Strand her über unseren Platz laufen. Was wird Nicole wohl dazu sagen. Sie die ja Angst vor diesen Viechern hat. Ich glaube ich sage Ihr gar nichts und warte bis Sie den Bericht gelesen hat. Momentan ist Sie gerade am Duschen auf dem Campingplatz.
Heute auf der Fahrt zu diesem Campingplatz wäre fast ein Unfall passiert. Nach einer eher eintönigen fahrt auf einer Landstrasse kamen wir an eine Kreuzung. Unsere Strasse bog nach rechts ab und man konnte noch auf einer Schotterstrasse nach links fahren. Von rechts kam ein weisser Kombi mit hohem Tempo und wollte in unsere Richtung abbiegen. Leider bemerkte die asiatische Dame im Kombi die Kreuzung viel zu spät sodass Sie mit einem Ausweichmanöver an uns vorbeischoss und erst auf der Schotterstrasse zum stehen kam. Wäre Nicole nicht sofort auf die Bremse getreten wäre unser Camper dahin gewesen. Wir vermutlich auch. Die Schuld lag zum Glück nicht bei uns sodass wir mit gutem Gewissen und heil weiterfahren konnten.
Übrigens in der Zwischenzeit ist Nicole zurückgekommen. Hätte ich nichts gesagt wegen den Krebsen dann hätte Sie unbewusst noch einige zu Tode getrampelt. Was ist wohl schlimmer für Sie?
Geschrieben von Peter
33. Tag Town of 1770 (Sonntag, 2. November 2008)
„1770“ ist weltweit der einzige Ort mit einem numerischen Namen und ohne Buchstaben. Hier hat James Cook mit seiner Endever zum ersten Mal in Australien angelandet. Dieser denkwürdige Tag war am 24. Mai 1770. Daher die Namensgebung der Ortschaft.
Natürlich wollten wir dies nicht einfach auf uns beruhen lassen. Diese Gegend musste auch von uns ausgekundschaftet werden. Also hiess es wieder, Rucksäcke an, Sonnenhut auf, Sonnenbrille auf die Nase, Wasserflasche on board und los geht’s … Bereits nach wenigen Metern entdeckten wir eine Gedenktafel. Ehrfürchtig kniete sich Peter (Foto: Held gedenkt Held) vor dem Monument nieder.
Leider zwang uns die aufkommende Mittagshitze auf unseren schattigen Campingplatz zurück. Doch die Entdeckungstour soll morgen fortgesetzt werden …
Am Abend telefonierten (Skype) wir geschlagene 4 Stunden mit unserer Verwandtschaft und mit Freunden. Alle waren sehr über Peters Ohrenleiden besorgt. Wahrlich aufmerksame Reisetagebuch-Leser!!!
Geschrieben von Nicole
34. Tag Town of 1770 (Montag, 3. November 2008)
Heute war so etwas wie Sonntag für uns. Wir machten nämlich gar nichts. Nicole lag gemütlich am Strand und genoss ein Sonnenbad. Ich sass am Laptop und aktualisierte unsere Homepage ein bisschen. Am Nachmittag gab es dann noch einen kleinen Abstecher ins Dörfchen wo wir Watte und Hustenbonbons einkauften. Die Watte war für meine Ohren und die Hustenbonbons für Nicoles Hals. Sie hatte sich nämlich ein kleines Bisschen erkältet. (Ist ja auch kein Wunder bei nur gerade 26 Grad Celsius Morgens um 9.00 Uhr J )
Am Späteren Nachmittag machten wir Bekanntschaft mit einem dubiosen Campingplatznachbarn. Dieser hatte gerade seinen „Kollegen“ im Dörfchen abgesetzt und ist alleine zurückgekommen. Als er dann bei uns vorbei kam, sprach er uns an. Zuerst interessierte er sich für meinen Laptop darauf jammerte er über seinen Kollegen von dem er der Vormund sei (Man bedenke der Mündel ist 58 Jahre alt) und dann lud er uns noch zum Fischen auf sein Boot ein. Zuerst waren wir noch begeistert von seinem Vorschlag. Als er dann aber nur noch von Alkohol Drogen und sonstigen illegalen Sachen erzählte, wurde uns schon etwas unwohl. (Wir gehen fischen und sein Kumpel räumt dann unser Camper leer…oder was?) Wir lehnten sein Angebot dankend ab und redeten uns mit meinem Ohrproblem geschickt aus der Situation heraus. Meinen Ohren ging es immer noch nicht besser sodass ich langsam zum Entschluss kam doch noch mal einen Arzt aufzusuchen.
Geschrieben von Peter
35. Tag Gladstone (Dienstag, 4. November 2008)
Leider hat sich Peters Ohrenleiden immer noch nicht gebessert. Folglich verliessen wir den malerischen Ort 1770 in aller Früh und begaben uns in die nächst grössere Stadt. Im Information-Center in Gladstone fragten wir nach einem Ohrenspezialisten. Wir erhielten zur Antwort, dass wir einen Allgemeinpraktiker aufsuchen sollten, da man für einen Termin beim Spezialisten bis zu 6 Monate warten müsse. Wir befolgten diesen Rat (wohl oder übel) und suchten einen Allgemeinpraktiker auf. Der behandelnde Arzt mit deutschen Wurzeln, nahm Peters Ohr nochmals genau unter die „Lupe“. In perfektem Deutsch erklärte er uns, dass er kein Loch im Trommelfell erkennen könne. Er verschrieb nochmals eine Ration Antibiotika und eine Flasche mit Ohrentröpfli.
An der Rezeption des Campingplatzes wurden wir in eine der wichtigsten Oz-Traditionen eingeweiht. Dem Melbourne Cup. Am ersten Dienstag im November steht die Nation praktisch still, wenn in Melbourne Australiens grösstes Pferderennen ausgetragen wird. Natürlich gibt es viel Geld zu gewinnen. Folglich sind die Strassen leergefegt und die Menschmassen feiern in den unzähligen Pubs oder Bars ihren möglichen Gewinn. Auch wir machten es uns mit einer Dose Bier vor dem Fernseher des Campgrounds gemütlich und fieberten mit unseren wettbegeisterten Oz mit. Unser Camping-Nachbar Mark meinte: „Der Melbourne Cup kann dein ganzes Leben verändern!“
Geschrieben von Nicole
36. Tag Gladstone (Mittwoch, 5. November 2008)
Wieder einmal war Waschtag angesagt. Da unser weisser Bettüberzug langsam eine bräunliche Färbung bekam (Da wir meistens Barfuss unterwegs sind haben wir auch dreckige Füsse! ) sollte dieser einmal gewaschen werden. Nicole bestand auf Bleichmittel welches zuerst noch eingekauft werden musste. Bei dieser Gelegenheit statteten wir dem botanischen Garten von Gladstone noch einen Besuch ab. Dieser war nicht so aufregend und spannend. Es hatte viele verschiedene Pflanzen mit wunderschönen Spazierwegen. Es wurde uns dann allerdings recht schnell zu heiss und wir wollten den Heimweg antreten. Treten ist ein gutes Stichwort für diesen Moment. Nicole die wagemutig vorausstampfte, trat fast auf eine Schlange drauf. Sie erholte sich nur sehr zögerlich vom Schrecken. (und es wurde klar wer mehr Angst hat vor Schlangen J ) Wir hörten schon einige Male dass man laut stampfen soll damit die Schlangen vor Angst dann fliehen. Dieses Exemplar allerdings blieb da wo Sie war, und reckte Ihren Kopf in eine bedrohliche „S-Stellung“. Sie war wohl zum Kampfe bereit. Später erfuhren wir dass es sich um eine grüne Baumschlange handelte. Nicht so giftig dass man davon sterben könnte. Aber einige Tage im Krankenhaus würden wohl drin liegen.
Später am Nachmittag auf dem Campingplatz bekamen wir noch besuch von unserem Campingplatz-Freund Mark. (Nein nicht Ralph…. Mark!). Dieser lebt hier seit 3 Jahren und hatte seine Stellung als Manager einer Batteriefirma für ein ruhigeres Campingleben eingetauscht. Er schenkte uns noch eine besondere Fahne von Queensland. Es ist eine besondere Fahne weil darauf die „Cain Toad“ (Kröte) abgebildet ist welche schon seit einigen Jahren ganz Australien unsicher macht. Einst wurde Sie eingeflogen um irgendwelche Schädlinge in der Landwirtschaft zu bekämpfen. Allerdings nützte die Aktion nichts weil die Kröte nicht auf die Höhe springen konnte auf welcher der Schädling lebt. J Das Experiment scheiterte, die Kröten allerdings liess man zurück. Heute sind Sie eine regelrechte Plage in Australien und angefangen hat alles in Queensland.
Heute bei sportlichen Anlässen schwingen die Queensländer munter diese Fahne mit der Kröte darauf. Sie sind fast schon ein bisschen stolz darauf … auf ihr „Nationalsymbol“
Geschrieben von Peter
37. Tag Rockhampton (Donnerstag, 6. November 2008)
Wie soll es nur mit Peters Ohrenleiden weitergehen? Eine Heilung muss her! Also suchten wir heute Vormittag nochmals unseren deutschsprechenden Allgemeinpraktiker auf. Der Herr Doktor meinte, dass er aufgrund fehlender Ohren-Geräte nicht weiterhelfen könne. Kurzerhand griff er zum Telefon und verabredete für uns einen Termin beim Ohrenspezialisten in Rockhampton. Endlich ein Termin beim Ohrenarzt!!! Juhuii, wir sind extrem froh!
Schnurstracks machten wir uns auf den Weg in die 110 Kilometer entfernte Stadt. „Rocky“ ist eine typische australische Kleinstadt – Bundaberg-Rum, tonnenweise Rindfleisch und Countrymusik. In der selbsternannten Rindfleisch-Hauptstadt des Landes wird man an jeder Ecke von überlebensgrossen Kuhfiguren begrüsst. Im Umkreis von 250 Kilometer gibt es über 2 Mio. Rinder, deren Sch…. wahrhaftig zum Himmel stinkt! Peter war der Meinung: „Stinkt wie bei uns zu Hause.“ Muuhhhhh ….
Normalerweise wählen wir immer einen Campingplatz in Strand-Nähe aus. Nun, Rocky befindet sich leider nicht am Meer. Folglich musste ein „anderes“ Gewässer her. Ein Campingplatz in Flussnähe. Doch hier ist besonders Vorsicht geboten: 2007 wurde ein 12 m langes Krokodil fotografiert, das sich hier öfters ausruhte!
Geschrieben von Nicole
38. Tag Kinka Beach (Freitag, 7. November 2008)
„Oh my God. What is that? I never seen this before!“ Etwa so tönte es als der Ohrenspezialist ein schleimiges glitschiges etwa 1cm langes wurmähnliches Ding aus meinem linken Ohr zog. Er konnte es beim besten Willen nicht identifizieren denn er hatte so etwas noch nie aus einem Ohr „gefischt“. Er vermutete dass es sich um einen Polypen handelt. Was es auch immer war, mir war es eigentlich egal. Ich war froh es war nicht mehr in mir drin. Damit war für mich wohl klar wieso ich nichts mehr hören konnte und warum da andauernd eitrige Flüssigkeit heraus kam. Im ersten Moment hatte ich noch nicht so das Gefühl ich würde jetzt besser hören aber im verlaufe des Tages war es schon deutlich besser. Ich denke die Sache ist jetzt vorüber und ich kann die Ferien wieder geniessen.
So sind wir dann direkt aus der Stadt Rockhampton in Richtung Strand gefahren und fanden auch einen netten Campingplatz in der Nähe von „Emu Park“. Hier war es auch nicht mehr so heiss wie in Rockhampton. (Es war gestern schon etwas Besonderes als Nicole zu heiss hatte! J ) Das Meer hingegen war etwas ganz Besonderes. Es hatte zwar Schilder die vor den lebensgefährlichen Quallen warnten, der Campingplatzbesitzer sagte uns allerdings, es sei gar nicht gefährlich hier. Wir waren trotzdem vorsichtig und gingen nur etwa knietief ins Wasser. Es hatte fast keine Wellen und man konnte sehr weit hinauswaten bis es tiefer wurde. Das Wasser war aus diesem Grund auch sehr warm. Wir schätzen es zwischen 30 und 35 Grad Celsius ein. (Das ist wirklich nicht übertrieben). So lagen wir im kristallklaren „seichwarmen“ und sehr ruhigen Wasser und genossen das Meer. Es war übrigens Kilometerweit kein einziger Mensch, Qualle oder Krokodil zu sehen.
Geschrieben von Peter
39. Tag Kinka Beach (Samstag, 8. November 2008)
Wochenende! Ja, auch wir zelebrieren das Wochenende. Immer samstags oder sonntags nehmen wir mit unseren Liebsten in der Schweiz, in Kanada etc. Kontakt auf. Doch dies ist einfacher gesagt als getan. Folglich ist das Wochenende immer mit Arbeit verbunden. Wir müssen einen Campingplatz mit Wireless-Internet finden.
So machten wir uns auf den Weg nach Yeppoon. Im kleinen Küstenort suchten wir sofort das Information-Center auf. Das ältere Mannli hinter der Theke meinte charmant, dass ich einen netten Yankee-Akzent habe und überhaupt sei Amerika ein wundervolles Land. Grinsend bedankte ich mich für die netten Worte. Nun wurde ich nicht mehr als Europäerin mit „abgehaktem“ Englisch abgestempelt, nein, nun galt ich als Amerikanerin mit Cowboy-Slang J. So schnell kann sich die englische Aussprache verbessern. Oder nicht?!?!
Bis in die späten Abendstunden wurde wieder via Skype geplappert, gelacht, getratscht etc.
Geschrieben von Nicole
40. Tag Kinka Beach (Sonntag, 9. November 2008
Nichts, aber auch gar nichts haben wir heute getan. Das einzige wozu wir uns an diesem trüben Sonntag bequemten war wohl Essen, schlafen und Musik hören. Ab und zu konnten wir von unseren bequemen Sitzplätzen ein Tier beobachten. Je nach dem welches gerade bei uns vorbeischaute. Da kamen ein Huhn, ein Leguan, Eidechsen, Schmetterlinge oder verschiedene Vögel ganz nahe zu uns heran. Wir brauchten nur noch den Auslöser des Fotoapparates zu bedienen.
Wir nutzen ausserdem die Gelegenheit unsere Homepage zu aktualisieren und unsere Bilderalben auf den neusten Stand zu bringen. Am Abend gab es dann noch eine Skype-Session bei welcher wieder einmal Neuigkeiten zwischen Australien und der Schweiz ausgetauscht wurden.
Meinem Ohr geht es von Tag zu tag besser. Die Schmerzen sind weg, kein Eiter mehr das heraus läuft und das wichtigste: Ich höre immer besser.
Geschrieben von Peter
41. Tag Mackey (Montag, 10. November 2008)
Kurz nach Mitternacht brach ein Tropensturm über uns herein. Heftiger Regen und starke Windböen malträtierten unser kleines Vorzelt. Als der Wecker uns um 7.00 am aus den schönsten Träumen riss, stürmte es immer noch. Folglich drehten wir uns einfach nochmals um und schliefen weiter.
Unser Weg führte uns heute zu den Capricorn Caves (trockene Tropfsteinhöhlen). Die einstündige Tour führte uns durch verschiedene Höhlen und Durchgänge. Auch eine Kappelle mit Sitzbänken war vorhanden. Regelmässig finden dort Messen und andere Festivitäten (Hochzeiten) statt. Rund um die hiesige Sommersonnenwende fallen die Sonnenstrahlen senkrecht durch das Dach und erhellen die Höhlen und Durchgänge. Der Kalkstein verfärbt sich in strahlendes Weiss.
Nach weiteren 200 Kilometern erreichten wir die Stadt Mackay, der grösste Ballungsraum in der Whitsunday-Region. Hier haben wir auf einem Campingplatz unser Nachtlager aufgeschlagen. Noch sind wir uns nicht schlüssig, wo uns die morgige Reise hinführen soll: ins Landesinnere oder der Küste entlang???
Geschrieben von Nicole
42. Tag Airlie Beach (Dienstag, 11. November 2008)
Fluchtartig verliessen wir den Campingplatz in Mackey. Denn es war wohl einer der „hässlichste“ den wir bis jetzt besuchten. Wir fuhren am Vorabend einige hundert Kilometer und waren eigentlich nur froh dass wir einen Campingplatz gefunden hatten. Wir hatten keine Touristen gesehen, nur Arbeiter. Dementsprechend war der Campground nur zweckmässig eingerichtet und optisch war er eher mit einem Ghetto als mit einem Feriendomizil vergleichbar. Das eigentliche Problem waren aber die Toiletten. Auf der Männertoilette gab es ein Pissoir und eine WC. Die hintere Wand des WC’s war zur hälfte eingebrochen und man hätte ohne Probleme gleich zur Dusche durchsteigen können. Ich entschied mich hier nicht zu duschen. Stattdessen benutze ich das Pissoir. Die Wand vor mir endete auf der Höhe meines Kopfes und dahinter ragten zwei 10 Zentimeter lange Fühler hervor. Ich wollte gar nicht wissen was das ist. Meine Aufmerksamkeit galt eher dem Gecko der 20 Zentimeter oberhalb meines Kopfes gemütlich eine von hunderten Moskitos am fressen war. Der Toilettengang endete mit mindestens 10 Moskitostichen. Nicole erging es nicht besser. So kam die Entscheidung zu Stande am nächsten morgen eine Toilette irgendwo anders (Egal wo) aufzusuchen. Gesagt getan, um 7.30 Uhr standen wir vor einem Einkaufszentrum welches dann aber erst eine Stunde später seine Tore öffnen sollte. Wir entschieden uns gleich Richtung Norden nach Airlie Beach zu fahren. Unterwegs machten wir halt an einem anderen Einkaufszentrum wo wir zuerst die Toiletten aufsuchten! Ganz zufällig trafen wir ein älteres Schweizer Ehepaar, welches in unsere entgegen gesetzter Richtung reiste. Wir tauschten Tipps und Erfahrungen aus und fuhren dann weiter.
Später in Airlie Beach fanden wir ein Campingplatz wie wir uns erhofft hatten. Gross, schön, mit Pool und sehr sauber. So genossen wir ein Bad im Pool, ein gewohntes Nickerchen mitten am Tag und die Sonne von Queensland.
Geschrieben von Peter
43. Tag Airlie Beach (Mittwoch, 12. November 2008)
Airlie Beach ist das Tor zu den Whitsunday Island. Sämtliche Aktivitäten konzentrieren hier sich auf die Hauptstrasse. Massenhaft Bekleidungsgeschäfte (voll auf Touris mit grossem Geldbeutel ausgerichtet), unzählige Anbieter zu den Whitsunday Island (Preisangebote noch und nöcher) und ein Biergarten nach dem anderen. Kein Wunder tummeln sich hier massenweise Backpacker (Schweizer, Deutsche, Spanier, Holländer etc.) sowie auch einheimische Urlauber und sogar Yachtkapitäne. Natürlich wollten wir uns diese spezielle Atmosphäre nicht entgehen lassen und genossen einen ganzen Vormittag – für Landeier sehr, sehr lange – in Airlie Beach. Wir erkundeten die Hauptstrasse und die herrliche künstliche Lagune direkt am Ufer.
Am Nachmittag hiess es für uns „Qual der Wahl“. Wir waren von den unzähligen Angeboten zu den Whitsunday Island überfordert. Die unzähligen Informationsstände waren mit bunten Flyern und super Preisangeboten überfüllt. Doch welcher der über 60 Anbieter soll es sein? Die nette Rezeptionistin unseres Campingplatzes zeigte uns verschiedene Varianten auf. Wir haben uns nun für einen 2-tägigen Trip mit einem kleinen Segel-Böötli entschieden. Leider müssen wir noch bis Samstag abwarten…
Geschrieben von Nicole
44. Tag Airlie Beach (Donnerstag, 13. November 2008)
Es ist unglaublich wie faul man an einem Tag sein kann. So kann man unsere Aktivitäten von heute kaum noch unterbieten. Es fehlt nur noch jemand der uns vom Bett in den Stuhl vor dem Bus befördert und uns das Essen in den Mund steckt. J Wir bequemten uns dennoch an den Pool und genossen wieder einmal ein Sonnenbad. Mein Ohr hat sich fast völlig normalisiert. Ich spüre nur noch ab und zu beim schlucken ein „Knacksen“ im Ohr. Dafür kämpft Nicole momentan mit einem „Roten“ Auge. (Keine Angst das kommt nicht vom Kiffen oder einer Schlägerei! J ) Ich denke das kommt vom „schmutzigen“ Poolwasser, denn mich beisst und juckt es auch jedes Mal nach dem Baden.
Während dem Tag machte Nicole noch Bekanntschaft mit einer Deutschen. Susanne lebt seit einem Jahr mit ihrem Freund Dirk in Australien. Am Abend als wir vor unserem Bus sassen und den Vollmond bei einem Bierchen genossen, gesellten sich die zwei „Fast-Auswanderer“ zu uns. Wir redeten bis spät in die Nacht hinein. Wir konnten viele Tipps und Erfahrungen austauschen. Als wir dann langsam ins Bett gehen wollten, besuchte uns noch ein ganz besonderer Gast. Ein Possum, welches durch ständiges Füttern durch Touristen sehr zahm geworden ist, bettelte bei uns um Futter. Wir blieben standhaft und gaben dem knuddeligen kleinen Freund kein Futter, obwohl er so nahe kam, dass wir ihn streicheln konnten. Wir schossen einige Fotos und dann zog er auch schon von dannen.
Geschrieben von Peter
45. Tag Airlie Beach (Freitag, 14. November 2008)
Die Nacht war sehr, sehr kurz. Bereits um 7.00 am weckte uns das kreischen der Papageien. An einen gesunden Schlaf (ohne anschliessende Kopfschmerzen) war nicht mehr zu denken. Also standen wir auf und genossen ein feines Frühstück. Gemütlich watschelten wir wieder zum Pool und liessen uns von der australischen Sonne braun braten. Einen Sonnenbrand konnten wir dank Sonnencréme mit Faktor 50 bis dato vermeiden.
Nachmittags zogen wir durch die vielen Shops in Airlie Beach. Für ein ausgiebiges shopping à la IKEA, H&M etc. fehlte jedoch das Geld. So besorgten wir uns für nur das Nötigste … für unseren morgigen Segeltörn. Das wären z.B. Ginger-Tabletten gegen Seeübelkeit, ein Plastik-„Tüte“ für Digitalkameras für Unterwasserfotos ….. Nach einem kurzen Besuch im Internetcafé fuhren wir wieder auf unseren Campingplatz und packten für den morgigen Ausflug unsere sieben Sachen zusammen.
Nun müssen wir abwarten ….
Geschrieben von Nicole
46. Tag Segeltrip zu den Whitsunday Islands (Samstag, 15. November 2008)
Endlich, es war Samstagmorgen und unser Segeltrip sollte starten. So standen wir auch pünktlich um 8.30 Uhr am Hafen von Airlie Beach und warteten bis wir abgeholt wurden. Unser Guide begrüsste uns fünf Minuten später und führte uns zum Peer wo die Segeljacht auch schon vor Anker lag. (Eigentlich war der Anker ja eingezogen, aber es tönt halt so gut J ). Das Schiff war eine Segelrennjacht. Nicht ganz so teuer wie die Alinghi aber trotzdem sehr schick. Zuerst wurde jedem von uns eine Stingersuit (Eine Anzug der uns vor tödlichen Quallen schützt) verteilt und dann konnten wir unsere Kojen beziehen. Wow, ein Zimmer mit Kajütenbett und etwa 1 Quadratmeter Platz zum stehen. Es ging alles sehr zügig, denn wir starteten sogleich. Zuerst mit dem Motor bis wir ausserhalb des Hafenbereiches waren und dann wurden auch schon die Segel gesetzt. Ich durfte (Besser gesagt ich musste) auch mithelfen. So wurde ich bei einer „Winde“ eingeteilt und musste auf Kommando an einem Seil ziehen. Zuerst das Hauptsegel und dann das Topsegel. So segelten wir etwa 3 Stunden lang bis wir am „Whitehaven Beach“ ankerten. Nach dem Mittagessen an Board ging es dann mit dem Beiboot an Land. Es war ein atemberaubend schöner Strand. Wie im Bilderbuch, jedoch mit baden war nichts obwohl das Wasser 28 Grad warm war. Hier waren die gefährlichen Quallen präsent. Und nur zum baden wollten wir uns nicht in die unbequemen Anzüge zwängen.
Bald darauf ging es weiter zu einem Aussichtspunkt. Wir mussten uns etwas beeilen da die Ebbe langsam einsetzte und wir sonst nicht mehr weg gekommen wären. Dann ging es zu unserem ersten Schnorchelplatz. Das Wasser war allerdings sehr trüb weil die Sonne schon fast untergegangen war. Trotzdem sahen wir atemberaubende Korallen und sehr viele Fische. Unseren Schlafplatz erreichten wir dann zirka 1 Stunde später. Es war eine idyllische kleine Bucht in welcher noch andere Schiffe ankerten um hier zu übernachten. Schlafen auf See war allerdings eine Gewohnheitssache, fast schon als wäre man betrunken.
Geschrieben von Peter
47. Tag Segeltrip zu den Whitsunday Islands (Sonntag, 16. November 2008)
Die Nacht war sehr, sehr kurz. Keiner der Passagiere fand einen angenehmen tiefen Schlaf. Dies lag nicht an den Kojen, sondern vielmehr am Wellengang. So besammelten sich alle kurz nach Sonnenaufgang (6.00 am) an Deck und genossen die ersten Sonnenstrahlen.
Nach einem feinen Frühstück zwängten wir uns sogleich in unsere Stinger-Anzüge und waren für unseren Schnorchel-Ausflug einsatzbereit. Mit dem Beiboot setzte uns der Kapitän bei einem Korallenriff aus und beobachtete unser treiben à la Baywatch … stets Einsatzbereit. Leider war auch heute die Sicht einwenig milchig. Doch die vielen farbenprächtigen Fische und Korallen waren einfach atemberaubend. Nach einer kurzen Verschnaufpause ging es bereits zur nächsten Bucht. Kurz vor Mittag startete der Kapitän die Motoren und wir steuerten eine kleine Insel an. Auch hier konnten wir nochmals Schnorcheln.
Am frühen Nachmittag boten unser Kapitän und der Matrose (auch Schiffsmädchenjunge) eine kleine Showeinlage. Dabei liess sich der Matrose an einem Seil – gezogen vom Beiboot des Kapitäns – ins Meer hinausziehen (wie Tarzan an einer Liane) und plumpste von ca. 6 m Höhe ins Wasser. Dies war so lustig, dass alle ihre Kameras zückten.
Am Nachmittag wurden nochmals die Segel gesetzt. Mit ca. 18 km/h sausten wir dem Hafen von Airlie Beach entgegen. Unser passionierter Kapitän startete zu einem Segelrennen. Der Gegner, auch ein schnittiges Segelboot, wollte uns jedoch nicht passieren lassen. Doch unser Kapitän und der Matrose arbeiteten hart …. und so gewannen wir das Rennen.
Im Hafen von Airlie Beach eingelaufen, mussten wir uns schweren Herzens von unserer kleinen Koje, vom schnittigen Segelboot und vom herzlichen Team trennen. Ein unvergesslicher Ausflug ging zu Ende!!!
Todmüde vielen wir in unser heissgeliebtes Bett. Doch an einen angenehmen tiefen Schlaf war nicht zu denken – der Camper schwankteJ.
Geschrieben von Nicole
48. Tag Townsville (Montag, 17. November 2008)
Es ist gar nicht so einfach jeden Tag ein Motiv für das obligatorische Hut-Foto zu finden. Doch als wir heute Bowen erreichten, war klar was es heute sein würde. Eine Riesenmango, vermutlich aus Plastik, schmückte das Informationcenter von Bowen. Ich vermute mal dass diese Stadt ausser Mangos nicht viel zu bieten hat. Ach ja, hier wurde kürzlich ein Film mit Nicole Kidman gedreht. Ich weiss aber nicht wie wichtig dabei die Stadt Bowen ist.
Wir fuhren weiter. Den ganzen Tag schon waren wir unterwegs und fuhren an endlosen Zuckerohrplantagen vorbei. Am morgen waren wir noch kurz einkaufen und tanken. Zirka um 5 Uhr erreichten wir einen Vorort von Townsville wo wir auch gleich einen Campground aufsuchten. Das erste was wir fragten war: Ob es denn hier Sandfliegen gäbe. Wir waren arg gebeutelt von diesen Viechern und wollten auf keinen Fall nochmals deren „Flugbahn“ kreuzen. Fliegen sind eigentlich harmlos, aber diese Viecher stechen einem genau gleich wie Moskitos aber im Gegensatz zu denen sieht man die Sandfliegen fast nicht. Zusätzlich kauften wir noch eine Spraydose vom giftigsten Mittel das wir gefunden haben. So ausgerüstet hofften wir den quälend juckenden Stichen aus dem weg zu gehen.
Geschrieben von Peter
49. Tag Mission Beach (Dienstag, 18. November 2008)
Schon früh am Morgen packten wir unsere sieben Sachen und verliessen das hektische Städtchen Townsville. Bereits nach wenigen Kilometern Autofahrt begann es heftig zu regnen. Die Strassengräben füllten sich mit Wasser und die Strasse wurde ein wenig rutschig. Leider konnten wir nun den geplanten Ausflug in die Nationalpärke streichen. Mit unserem Campervan auf nasser Schotterpiste – nein Danke!
Nach ca. halber Strecke machten wir einen kleinen Abstecher nach Lucinda. Gemäss unserem Reiseführer „lohne sich ein Abstecher in die Hafenstadt, schon wegen des 6 km langen Piers, der früher zum Verladen von Zucker benutzt wurde“. Die Fotos waren schnell im Kasten. Unsere Reise führte weiter in Richtung Norden.
Mission Beach liegt an einem 14 km langen Standstrand umgeben von Regenwald. Das Wappentier von Mission Beach ist der bedrohte Helmskasuar, der teils Emu, teils würdig alternder Rocker ist und der das mit einer schwarzen, drahtigen Perücke unter Beweis stellen will. Mehrere Warnschilder machen auf eine allfällige Kollision zwischen Auto und dem flugunfähigen Vogel aufmerksam. Doch uns wollte sich der Helmskasuar nicht zeigen, schade!
Unser Campingplatz war ein Traum. Vor uns das Meer mit einem Stinger-Net und neben uns eine riesige Pool-Anlag (inkl. Rutschbahn und Wasserfall).
Geschrieben von Nicole
50. Tag Mission Beach (Mittwoch, 19. November 2008)
Liebe Leserinnen und Leser, wir haben heute etwas mit der Nummerierung der Tage im Tagesbericht korrigiert. Wenn jetzt da z.B.steht: „50. Tag…“. Dann ist damit der 50igste Tag gemeint an welchem wir unterwegs sind. Vorher war es 2 Tage verschoben da wir die Anreise nicht mit eingerechnet haben. Jetzt stimmt es so und passt auch zu den jeweiligen Hutfotos. J Nun zum Tagesbericht…
Mitten in der Nacht weckte mich Nicole die alle Fenster am schliessen war. Es begann heftig zu regnen. Wir schliefen weiter und bemerkten gar nicht wie angenehm kühl die Luft durch den Regen geworden ist. Wir schliefen so gut und so lange, dass wir doch glatt den „Checkout-Zeitpunkt“ verpassten. Denn normalerweise muss man den Campingplatz morgens um 10.00 Uhr verlassen. Wir verwachten 5 Minuten vor 10 Uhr. So entschieden wir uns kurzerhand nochmals einen Tag hier zu bleiben. Es war immer noch am regnen und bei diesem Wetter weiter zu fahren macht ja auch kein Spass. Um zirka 11.00 Uhr hörte es auf zu regnen. Es war aber noch immer kühl(ca. 25. Grad Celsius J ) und bewölkt. Wir unternahmen einen Spaziergang am Strand und entdeckten einige Krebse und einen riesengrossen toten Fisch. Ein Einheimischer meinte dass dieser sehr giftig sei, den Namen habe ich allerdings vergessen. Später am Nachmittag hatte ich doch tatsächlich meinen neu erworbenen „magischen Würfel“ gelöst(siehe Hutfotos). Dies aber auch nur mithilfe eines Lösungsweges. (Ziel ist es nun diese Lösung auswendig zu lernen. J)
Später am Tag wurde es dann allerdings wieder warm und wir drosselten unsere Aktivitäten. Da es ja am Morgen geregnet hat, war noch alles feucht und so war die Tierwelt vor unserem Camper besonders aktiv. Viele Moskitos, Fliegen, Eidechsen Frösche….den Rest will ich gar nicht wissen…
Geschrieben von Peter
51. Tag Cairns (Donnerstag, 20. November 2008)
Die Landschaft zwischen Mission Beach und Cairns ist wundervoll fruchtbar. Mehrere Farmer bieten Bananen, Mangos, Ananas, Pfirsiche etc. am Strassenrand (Highway) zum Kauf an. Mmmhhh, eine frisch gepflückte, saftige Ananas in der australischen Hitze geniessen …. Mmmhhh.
Unser Tagesziel Cairns war kurz vor Mittag erreicht. Die Stadt mit ca. 120'000 Einwohner liegt eingebettet in einer üppigen tropischen Umgebung. Zwangsläufig bedeutet dies auch: Moskitos und Sandflies L. Da unser Campervan nicht über eine Klimaanlage verfügt, sind wir auf offene Fester und Türen (Seitentüre und Heckklappe) angewiesen. Die Fenster sind mit Moskitonetzen versehen, die Türen jedoch nicht. Eine willkommene Einladung für jegliches Krabbelgetier. Eine Lösung musste her. Ein Moskitonetz musste her!!! Unsere erste Anlaufstelle war der Baumarkt. Die nette Dame an der Kasse verwies uns an ein Outdoor-Geschäft … und das Moskitonetz war eingekauft. Mit einem gekonnten und sehr spektakulären Scherenschnitt (Nähschule sei Dank J) verpassten wir unserem Eingang und dem Notausgang einen hübschen, grünen Vorhang. Diese ganze Prozedur dauerte bis kurz vor 6 pm. Aber, wir haben ja Zeit ….. Nach dem Abendessen wagten wir noch einen Sprung in den Pool.
Während ich hier meinen Tagesbericht verfasse, wird unser Campervan mit Nüssen bombardiert. Ein noch nicht identifiziertes „Baumwesen“ möchte uns wohl los werden J.
Geschrieben von Nicole
52. Tag Cairns (Freitag, 21. November 2008)
Was gestern noch als „Baumwesen“ und Nüsse galt ist heute als Fledermaus und „Fledermauskacke“ bzw. „Fledermauspisse“ identifiziert worden. Ja, unser Camper wurde regelrecht „zugeschissen“. Wir erkundigten uns bei der Rezeption und konnten darauf den Stellplatz wechseln. Ist auch besser so. denn jedes Mal wenn wieder mal ein „brauner Onkel“ aufs Dach knallte stand Nicole kerzengerade im Bus. Heute Morgen waren wir in der Innenstadt von Cairns. Man merkt hier überhaupt nichts davon, dass die Stadt über 100.000 Einwohner zählt. Eine ganz ruhige Stadt. Es gibt da zwar keinen schönen Strand, dafür eine wunderschöne Lagune in welcher man sich an heissen Tagen abkühlen kann. Das beste ist dass dieses Freibad gratis ist. Leider hatten wir unser Badezeugs nicht dabei und so hielten wir einfach nur unsere Füsse ins kühle Nass. Es gibt sogar ein Schweizer Restaurant in Cairns. Es standen sehr viele uns bekante Menüs auf dem Speiseplan. Doch leider hat der Restaurantbesitzer auch gleich noch die Schweizer Preise importiert. Ein Foto machten wir dementsprechend nur von Ausserhalb und assen später unser Sandwich auf dem Campingplatz.
Am Nachmittag war wieder einmal Waschtag. Bei dieser Hitze trocknete die Wäsche schon fast bevor man Sie aufhängen konnte! J
Geschrieben von Peter
53. Tag Ellis Beach (Samstag, 22. November 2008)
Die bekennenden „Landeier“ gestehen: Cairns hat uns wirklich gut gefallen. Eine kleine, ruhige Stadt mit sehr neugierigen, Fruchtdrinks-schlürfenden Bewohnern. Doch 2 Tage in Cairns reichen völlig aus. Wir müssen weiter … Richtung Norden.
Da Kurunda nur einen Steinwurf von Cairns entfernt ist, machten wir einen kleinen Abstecher in das von Touristen belagerte Regenwald-Dörfchen. Uns zog es jedoch nicht an die unzähligen Krimskarams-Marktstände, nein, Peter wollte unbedingt im Australian Butterfly Sanctuary die ca. 2'000 farbenprächtigen Schmetterlinge fotografieren und bestaunen. Ein kleiner aber sehr, sehr feiner Schmetterlingszoo! Das Kontrastprogramm bildete der Besuch im Australian Venom Zoo. Hier konnten wir die giftigsten Australischen Schlagen und Spinnen (z.B. die tödliche Funnel Web Spider) bewundern sowie verschiedene Echsen und eine Python auf die Hand nehmen resp. umhängen lassen. Der freakige Zooleiter ist zugleich auch „Bioschürfer“ (Gewinnung von Spinnen- und Schlangengift) und verkauft das gewonnene Gift der Pharmaindustrie weiter.
Nach soviel Adrenalin mussten wir uns ausspannen. Wir fanden einen herausragenden Campingplatz direkt am Strand. Ellis Beach unser neues zu Hause.
Unser neugieriger Campingnachbar Vincent (ursprünglich aus Malta) begrüsste uns herzlich und verkündete uns mit Stolz die Ellis-Beach News: Letztes Wochenende habe ein Krokodil das Stinger-Netz zum Baden benutzt!!!
Bei einem kleinen Strandspaziergang kam Peter auf die glorreiche Idee, Miesmuscheln zu sammeln. Peter, der „Jäger und Sammler“. Also gingen wir auf Miesmuschel-Suche. Natürlich kam Vincent gleich herbeigeeilt und verriet uns noch sein Miesmuschel-Rezept.
Am Abend machten wir noch Bekanntschaft mit einem Schweizer-Pärchen. Walter und Regula reisen mit ihrem Camper immer während den Sommermonaten kreuz und quer durch Australien. So entfliehen sie jeweils dem Schweizer Suddel-Wetter Winter. Bei einem Glas Wein kamen wir ins Gespräch … und Walter erzählte uns von den zahlreichen Mango-Bäumen rund um unseren Campingplatz. Peter war hell begeistert. Wir genossen den lustigen und sehr gemütlichen Schweizer Abend. Nochmals herzlichen Dank an Walter und Regula für eure Gastfreundschaft und die vielen unbezahlbaren Tipps!
Geschrieben von Nicole
54. Tag Ellis Beach (Sonntag, 23. November 2008)
Den heutigen Tag wurde mit einer frischen Mango direkt vom Campingplatz gestartet. Dank dem hervorragenden Tipp von Walter fanden wir selber noch einige reife Mangos, die unter den Mangobäumen nur gerade darauf warteten, eingesammelt zu werden. Natürlich fehlte das Bad im Meer an diesem Tag auch nicht. Hätte es kein Quallenschutznetz gehabt, wären wir halt in den Pool gegangen. Den Rest des Tages hielt ich mich mit kalten Duschen einigermassen kühl. Es ist schon verdammt heiss in dieser Gegend. Am Nachmittag gab es noch einen kleinen Abstecher ins Einkaufscenter wo wir frisches Trinkwasser, Sonnecreme und wieder einmal ein bisschen Bier einkauften. Denn am Abend hatten wir uns mit unseren deutschen Nachbarn Sebastian und Johanna zum Bierchen verabredet. Doch zuerst kam noch mein Tages-Highlight: Die Muscheln. Nun lagen Sie seit 24 Stunden im Süsswassertopf und wurden regelmässig von mir geschüttelt, gewaschen und begutachtet. Am Nachmittag überprüfte ich noch anhand einer „Glücksmuschel“ ob diese überhaupt noch leben. Diese „Glücksmuschel“ legte ich am Strand zurück in den Sand. Nach zwei bis drei Wellen, die sich über die Muschel ergossen, verbuddelte sich die Muschel dann von selber im Sand. Das war das Zeichen das Sie noch lebte, aber kein gutes für die anderen Muscheln. Diese kochte ich nämlich in heissem Wasser und ergänzte so die Spagetti-Sauce. Es war aber kein Feinschmeckererlebnis denn die Muscheln waren trotz des Waschgangs immer noch einwenig sandig. Aber trotzdem ein Erlebnis J.
Am Abend sassen wir mit unseren Campingnachbarn gemütlich beim Bierchen. Johanna und Sebastian waren im gleichen Campervan wie wir unterwegs und wir konnten ihnen mit einigen Tipps etwas weiterhelfen. Es kam noch heraus dass Sie morgen die gleiche Tour zum Schnorcheln gebucht hatten wie wir. Wir mochten die Zwei und freuten uns auf den morgigen Tag. Wir sassen etwa bis 12.00 Uhr draussen vor dem Campervan und vergassen etwas die Zeit. Wir hatten nur noch etwa 6 Stunden Schlaf vor Uns. Aber vor dem schlafen gehen telefonierten wir nochmals in die Schweiz zu meinen Eltern. Die erzählten uns von haufenweisem Schnee in der Schweiz. Wäre es schön hier bei dieser Hitze ein bisschen Schnee zu haben!
Geschrieben von Peter
55. Tag Great Barrier Reef (Montag, 24. November 2008)
Der Abend war sehr lange und die Nacht sehr kurz. Leider nahm der Wecker darauf keine Rücksicht L. Bereits vor 6.00 am wurden wir aus unseren schönsten Träumen gerissen. Doch die Vorfreude auf unseren heutigen Schnorchel-Tripp ins Outer Barrier Reef war sehr, sehr gross.
Mit Johanna und Sebastian kurvten wir der Küste entlang nach Port Douglas. Die Poseidon (unser Highspeed-Böötli) stach pünktlich um 8.30 am in See. Nach Kaffee, Tee und Muffins erhielten wir eine sehr ausführliche Schnorchel Einweisung. Kurz darauf wurden uns auch die Utensilien ausgehändigt: Tauchbrillen, Schnorchel, Flossen und ein sehr sexy Lycra-Anzug zum Schutz vor den tödlichen Stingers. Kurz darauf hüpften wir aufgeregt und gespannt ins Wasser. Grosse Baracudas hiessen uns Willkommen, farbenprächtige Fischschwärme zogen an uns vorbei …. unbeschreiblich. Peter entdeckte 3 Weissspitzenriffhaie. Stolz verkündete er, dass ein Hai sicherlich eine Grösse von 2-3 Metern aufwies.
Ein perfekter Tag auf See: Unser Highspeed-Böötli, die köstliche Verpflegung und die faszinierende Unterwasserwelt!!!
Geschrieben von Nicole
56. Tag Cape Tribulation (Dienstag, 25. November 2008)
Die Strecke von Port Douglas nach Cape Tribulation hat schon etwas Abenteuerliches an sich. Mit einer Fähre überquert man einen von Krokodilen verseuchten Fluss und ein Teil der Strecke führt in engen Kurven einen kleinen Pass hinauf. Die Strasse wird von dichtem Regenwald gesäumt und man fährt die ganze Zeit über kleine idyllische Bäche die jedes Mal zum Baden einladen. Doch Achtung, in der gesamten Gegend lauern überall gefährliche Krokodile. So fanden wir gegen Mittag auch unseren Campingplatz, welcher uns gestern von zwei dänischen Campern empfohlen wurde. Der Campingplatz liegt mitten im Urwald und direkt am Strand. Der Strand wiederum liegt in einer kleineren Bucht, die von einem Korallenriff geschützt ist. So soll es hier nicht so viele Quallen und Krokodile haben. Wir liessen das Baden im Meer aber sicherheitshalber bleiben. Schade, denn es hatte kein Pool und die Temperaturen sind meiner Meinung nach nicht mehr zum aushalten. Es war angeblich 34 Grad Celsius warm und dies bei einer Luftfeuchtigkeit von über 80 Prozent. Ich schwitze wie ein Wasserhahn. Das einzige was man zu dieser Zeit machen kann ist schlafen. Nach dem Schläfchen kühlte sich die Luft durch einen tropischen Regen kurzzeitig ab. Schade, dass es nur tröpfelte. Wir statteten dem Strand einen weiteren Besuch ab. Auf dem Rückweg entdeckten wir dutzende Rochen mit Angst einflössenden Stacheln am Schwanz. Diese tummelten sich keine zwei Meter von uns weg im flachen Wasser. Drei Stunden zuvor sind wir genau hier noch einige Meter durchs Meer gewatet und bemerkten gar nichts.
Später am Abend hatte ich eine goldene Erleuchtung. Ich kaufte zuvor im Einkaufsladen zum ersten Mal Fisch. Es waren 300 Gramm Barramundi-Fisch. Dieses grosse Stück Fisch kostete mich weniger als 3 Schweizer Franken (9.00 AUD pro Kilo). Es war herrlich, ich glaube ich hatte noch nie so ein gutes Stück Fisch gegessen. Einfach in einer Alufolie eingepackt auf den Grill geworfen und 10 Minuten gewartet. Ich bereue es, dass ich nicht schon früher damit angefangen habe Fisch zu essen. J
Beim Abwaschen lernten wir drei deutsche Studenten kennen. Marco, Alex und Alex waren drei lustige Gesellen, die in der Campingküche diverse australische alkoholische Getränke probierten. Es ging nicht lange bis mir ein Bier angeboten wurde. Dafür ging es umso länger bis wir dann endlich den Abwasch erledigten und wieder zurück im Camper waren. Es war schon 23.30 Uhr geworden und der Campingplatz war voller ekliger Kröten, die im Dunkeln ihr Fressen suchten. Schon zum dritten Male sind wir mit netten deutschen Leuten am Plaudern gewesen und vergassen dabei die Zeit.
Ich glaube ich mag die Deutschen! J
Geschrieben von Peter
57. Tag Cape Tribulation (Mittwoch, 26. November 2008)
Faul, fauler, am faulsten. Genau so verhielten wir uns an diesem heissen Mittwoch. Doch bei über 30 Grad Celsius im Schatten und einer Luftfeuchtigkeit von über 80% können keine Marathons absolviert werden! J
Am frühen Morgen zog es uns an den Strand. Ausgerüstet mit einer 2 Liter Wasserflasche schlenderten (Nani-Gang) wir dem Cape Tribulation entgegen. Doch kurz vor unserem Ziel mussten wir noch ein Süsswasser-Flüssli durchwaten. Ein mulmiges Gefühl stieg in uns hoch: Krokodile. Also Augen zu und durch!
Am Nachmittag setzte Peter seine „Jäger und Sammler“-Tour fort. Kokosnüsse standen heute auf dem Speiseplan. Mmmhhh!!!
Geschrieben von Nicole
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